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Auch in vielen Handys steckt ein Kompass

Kindervortrag Auch in vielen Handys steckt ein Kompass

Das Thema elektrisierte die jungen Zuhörer: Der Wissenschaftler Johannes Wicht hatte sich am vergangenen Freitag im Rahmen der Vortragsreihe „Max-Planck-Wissenswelten – Vorträge für junge Entdecker“ im Lindauer Max-Planck-Institut (MPI) für Sonnensystemforschung die Bedeutung und Entstehung von Magnetfeldern als Thema vorgenommen und die jungen Entdecker innerhalb kürzester Zeit in den Bann gezogen.

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Elektrisierend: der Vortrag des Wissenschaftlers Johannes Wicht (Mitte) im Max-Planck-Institut in Lindau.

Quelle: Pförtner

„Man braucht Bewegung, man braucht Metall. Wenn die Erde ihr Magnetfeld erzeugt, dann funktioniert das wie beim Fahrraddynamo“, verdeutlichte Wicht, der als Wissenschaftler in der Planetenabteilung in Lindau arbeitet. Daher heiße dieser Prozess auch im Falle der Erde „Dynamo“.

Aufmerksam hörten die Mädchen und Jungen zu, als ihnen der Referent berichtete, dass elektrischer Strom entsteht, indem Bewegung über ein Magnetfeld umgewandelt wird. Begleitet von Experimenten erklärte der Wissenschaftler, „dass jeder elektrische Strom ein Magnetfeld erzeugt“.

Zum Auftakt hatte Wicht dem Publikum erläutert, dass sich die Nadel eines Kompasses nach dem Magnetfeld der Erde ausrichtet. Dessen Feldlinien verlaufen ungefähr in Nord-Süd-Richtung.

„Das Magnetfeld verändert sich im Laufe der Zeit“, so Wicht. Folge: „Der magnetische Nordpol weicht ein bisschen vom wirklichen Nordpol der Erde ab.“ Da die Abweichungen sehr genau gemessen werden können, lässt sich aus der Richtung des Zeigers relativ exakt die geografische Nordrichtung bestimmen. Kleine Kompasse sind unter anderem auch in Navigationssystemen, vielen Handys und Smartphones eingebaut, sagte der Fachmann. Auf dem Mars kann ein Kompass nicht funktionieren, da dessen Oberflächengestein magnetisch ist und es kein vergleichbares inneres Magnetfeld gibt, lautete eine weitere Botschaft.

Die kleinen Gäste nahmen staunend zur Kenntnis, dass viele Tiere ihre Richtung finden, in dem sie sich am Magnetfeld der Erde orientieren. Dies verdeutlichte Wicht am Beispiel von Zugvögeln und von Wasserschildkröten, die so tausende Kilometer durch den Ozean schwimmen. Nicht zuletzt erfuhren die jungen Gäste auch, dass sich der Mathematiker Carl Friedrich Gauss intensiv mit dem Magnetfeld beschäftigt hat und eine nach ihm benannte Maßeinheit dessen Stärke definiert. Wicht verriet den Zuhörern zum Abschluss die Stärke des Magnetfeldes der Erde: ein halbes Gauss.

Von Axel Artmann

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