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Aus Geldmangel: Kein Umbau des Busbahnhofs

ZOB Duderstadt Aus Geldmangel: Kein Umbau des Busbahnhofs

Zu teuer, nicht durchsetzbar,  nicht durchdacht – an einem Bündel von Gegenargumenten ist der Umbau des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) in Duderstadt gescheitert. In gemeinsamer Sitzung und langer Diskussion entschieden sich Stadtentwicklungsausschuss und Ortsrat Duderstadt gegen die Fortsetzung der Planungen. Doch warum?

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Tor zur Stadt: Der Zentrale Omnibusbahnhof soll attraktiver und größer werden, doch dafür fehlt derzeit das Geld.

Quelle: Lüder

Duderstadt. Nach langer, kontroverser Debatte gab ein Argument den Ausschlag: Duderstadt kann sich den Umbau nicht leisten.

Dabei waren sich Verwaltung und alle Ratsmitglieder einig: Der ZOB ist nicht mehr zeitgemäß, die Haltemöglichkeiten für Busse reichen nicht aus, die Wallunterführung ist für moderne Busse zu klein, der ZOB als Tor zur Stadt unattraktiv. Das machte unter anderem Ortsbürgermeister Hubertus Werner (CDU) in einem engagierten Beitrag deutlich. Das zähle nicht angesichts der Finanznot der Stadt. Diese Position vertrat am deutlichsten Thorsten Feike (FDP). Er verwies auf die Diskussion um den Zukunftsvertrag und sagte: „Ganz ehrlich, das ist ein unglücklicher Zeitpunkt.“

In der Debatte wurden quer durch alle Fraktionen viele Argumente vorgebracht, Möglichkeit für einen Kompromiss ausgelotet. Den gab es nicht. Wie schwer den Gremien die Absage an einen ZOB-Umbau fiel, zeigen die Abstimmungsergebnisse: Im Ortsrat enthielten sich sieben Mitglieder der Stimme, fünf votierten gegen weitere Planungen. Im Ausschuss gab es ein Ja für weitere Planungen, drei Nein, während sechs Ratsmitglieder sich enthielten.

Erschrocken angesichts der Kosten

Johannes Böning vom Bauamt hatte zuvor die Planungen vorgestellt. Die Auswahl einer von drei Varianten eines hannoverschen Ingenieurbüros sei unstrittig, stellte Ausschussvorsitzender Hermann Hesse (CDU) da noch fest. Erschrocken waren Ausschuss und Ortsrat denn jedoch angesichts der Kosten von rund zwei Millionen Euro.

Trotz Zuschüssen müsse die Stadt bis zu einer Million Euro selbst aufbringen, rechnete Böning vor. Daraufhin setzte eine Debatte über mögliche Änderungen am Planungsentwurf, Einsparungen, Fördermöglichkeiten oder Vertagung der Entscheidung ein. „Es gibt noch einiges, wo man feilen kann. Aber die erste Frage muss sein, wie es zu finanzieren ist“, gab Lothar Dinges (WDB) den Ton der Diskussion vor. „Ich möchte dem Ausschuss den Gedanken nahe bringen, ob das nicht eine Nummer zu groß ist“, formulierte Thomas Rössing-Schmalbach (CDU).

Er plädierte für kleinere Lösungen. Die vorliegende Variante sei bereits Ergebnis einer Abwägung, konterte Böning. Maria Schaper (CDU) fragte nach Fördermöglichkeiten für Teilprojekte. Diese bedingten jedoch einander, seien nicht zu trennen, erläuterte Böning. Klaus Schaper (CDU) schlug eine zeitliche Streckung vor. Die Planungen sollten vorangetrieben, über eine Umsetzung später entschieden werden. Allein der nächste Planungsschritt würde jedoch Kosten von 33 000 Euro verursachen, erfuhren die Gremien auf Nachfrage von Jürgen Rode (CDU). „Das ist das falsche Signal“, beharrte Feike in Übereinstimmung mit anderen Ratsmitgliedern. Diese Ausgabe, während der Ortsrat nicht einmal ein paar hundert Euro für Vereine bewilligen könne, sei nicht zu vermitteln.

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Busbahnhof wird umgestaltet

Der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB)  zwischen Wall und Großraumparkplatz Westerstieg soll in neuer Form näher an die Stadtmauer heranrücken. Die Planungsvarianten für die Umgestaltung mit mehr oder weniger großen Eingriffen werden am Dienstag, 16. Oktober, in einer gemeinsamen Sitzung von Duderstädter Ortsrat und Bauausschuss um 16.30 Uhr im Stadthaus vorgestellt.

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