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B 247: Großes Interesse an Trassenplanung

Informationsveranstaltung B 247: Großes Interesse an Trassenplanung

Der Ausbau der Bundesstraße 247 bewegt die Menschen. Rund 200 Bürger waren zur Informationsveranstaltung der Duderstädter Stadtverwaltung zur geplanten Ortsumgehung Duderstadt in die Eichsfeldhalle gekommen. Ausführlich berichtete dort die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr über den Trassenverlauf, präsentierte umfangreiches Kartenmaterial, stellte Probleme und Lösungsvorschläge vor.

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Kartenstudium: Rudolf Wengerek von der Duderstädter Stadtverwaltung erläutert Bürgern den Trassenverlauf der Ortsumgehung.

Quelle: Tietzek

Einleitend hatte Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) darauf verwiesen, dass inzwischen viele der Problempunkte im Zuge der B 247-Verlegung entschärft werden konnten. Dennoch werde es kaum gelingen, alle Schwierigkeiten zu jedermanns voller Zufriedenheit aus dem Weg zu räumen, fügte er hinzu. Im Mittelpunkt aller Überlegungen müsse aber immer der Mensch stehen. Ebenso müsse die Finanzierbarkeit aller Planungsvarianten realistisch betrachtet werden.

In einer detaillierten Darstellung informierte Projektleiterin Elke Rasch von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Goslar, über den gegenwärtigen Stand der Planungen. Im Rahmen der Feinabstimmung habe man im Bereich Westerode die geplante Trasse der Umgehung um bis zu 150 Meter nach Südwesten verschoben und damit Rücksicht auf die städtebauliche Entwicklung des Ortes genommen.

Ähnliches gelte für Tiftlingerode. Dort habe man im Abschnitt des Neubaugebietes Rotes Feld die Trasse um bis zu 50 Meter nach Osten verschoben. Und schließlich solle auch im Bereich des Pferdeberges mit der Kolping-Ferienstätte durch Feinplanung und Schutzvorkehrungen eine einvernehmliche Lösung für den Trassenverlauf gefunden werden.

In der sich anschließenden Diskussionsrunde wurden von Bürgern drei weitere Problembereiche angesprochen. In der Duderstädter Stroudstraße sehen sich viele Bürger durch eine zu nah verlaufende Trasse beeinträchtigt, die dazu noch erhöht auf einem Damm verlaufen soll. Der Grund dafür, wurde erläutert, sei die Flughöhe von Fledermäusen, die die Muse als Orientierung nutzten. Sie müssten unter einer Brücke hindurch fliegen können.
Lärmbelastung durch die künftige Ortsumgehung befürchten auch die Bewohner im Bereich des Hohen Berges in Gerblingerode. Schließlich bereitet der Trassenverlauf dem Anwesen von Johannes Nörthemann in Gerblingerode Probleme in der Ausübung der Landwirtschaft.

Auf das Thema Stroudstraße eingehend, sagte Bürgermeister Nolte zu, dass man sich das Problem gemeinsam mit den Planern noch einmal intensiv ansehen und eine Lösung finden werde. Auch sicherte Nolte zu, mit den betroffenen Ortsräten die Umgehungspläne noch einmal ausführlich zu behandeln, ehe im Rat eine Stellungsnahme formuliert wird.

Nach möglichem Baubeginn und Bauzeit befragt, antwortete Günter Hartkens, Leiter der Landesbehörde für Straßenbau: Die Planungs- und Genehmigungsverfahren könnten bis 2014/2015 abgeschlossen sein. Die Bauzeit der Ortsumgehung zwischen Westerode und Landesgrenze schätze er auf drei bis dreieinhalb Jahre. Das könne aber nur dann eingehalten werden, wenn alle Planungen und Genehmigungen sowie die Finanzierung reibungslos ineinander griffen, fügte er hinzu. Sei das nicht der Fall, so werde sich die Realisierung des Projektes zeitlich deutlich nach hinten verschieben, so Hartkens.

Dass der Bau der Umgehung als neuer Abschnitt der B 247 dringend erforderlich ist, unterstrich abschließend noch einmal Bürgermeister Nolte. Er stellte dar, dass die Prognose für den Straßenverkehr im Jahr 2025 im Abschnitt Duderstadt/Gerblingerode von täglich 10 300 Fahrzeugen ausgehe, mit einem Anteil Schwerverkehr von 1000 Fahrzeugen. Um das zu meistern, sei die Umgehung zwingend notwendig. Deren Verwirklichung bedeute 8750 Fahrzeuge weniger pro Tag für die alte Ortsdurchfahrt Gerblingerodes und Duderstadts, zum Wohle der Anlieger, machte Nolte deutlich.

Es gab aber auch Gegenstimmen: Aus Umwelt- und verkehrspolitischen Gründen lehne er das Planungswerk für die Umgehung komplett ab und hoffe nur, dass diese Straße niemals gebaut werde – diese Meinung äußerte der ehemalige Lehrer, Anlieger am Hohen Berg und Mitglied der Grünen, Götz Hütt. Damit traf er allerdings in der Versammlung auf wenig Verständnis, wie eine kräftige Unruhe in der Eichsfeldhalle deutlich machte.

Von Sebastian Rübbert

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