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Barbara Merten liest Spinnengeschichte

Kulturherbst Duderstadt Barbara Merten liest Spinnengeschichte

Die Duderstädterin Barbara Merten schreibt Kinderbücher. Doch ihr Werk über die Spinne „Zygilla“ hat sie eigentlich für Erwachsene fertiggestellt. Während einer Lesung im Kulturherbst Duderstadt hat sie diese aber in der Westertorstraße 30 vor Kindern gelesen.

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Barbara Merten liest ihre Geschichte über die Spinne Zygilla und bastelt anschließend mit den Kindern Spinnen und Spinnennetze.

Quelle: Vera Wölk

Duderstadt. „Mit der Geschichte möchte ich Erwachsene zur Wertschätzung von Lebewesen sensibilisieren“, sagte Merten. Aus ihrer Sicht hätten Kinder aber auch ein offenes Ohr dafür, weshalb sie sich entschieden habe, die Geschichte etwas abzuwandeln und einer jungen Zuhörerschaft vorzulesen. Die Idee zur Lesung sei in Zusammenarbeit mit Gerlinde Lenz, die unter anderem bei Creativo aktiv sei entstanden. „Ich wurde gefragt, ob ich etwas anbieten kann. Und habe mich dann für die Lesung mit anschließender Bastelaktion entschieden“, berichtete Merten.

Vier Mädchen waren mit ihren Müttern gekommen, um mehr über Zygilla zu erfahren. Zygilla lebt auf dem Trockenboden eines alten Fachwerkhauses. Hier spinnt sie Tag für Tag ein neues Netz, doch einmal in der Woche kommen die Menschen auf den Boden zum Saubermachen. Dabei zerstören sie mit dem Besen die Kunstwerke, die Zygilla mühsam hergestellt hat. Dies stimme die Spinne traurig, erzählte Merten, da sie sich immer große Mühe gebe und sogar überlege, wie sie ihre Kunstwerke noch verbessern könne. Denn wirklich zufrieden sei sie mit dem, was sie sehe, selten. Und auch die gesponnenen Netze ihrer Artgenossen verachte sie. „Auch die Sonne, die zum Fenster hereinscheint und die Netze anleuchtet, kann es Zygilla nicht recht machen“, berichtete Merten den gespannten Zuhörerinnen. Denn die Sonne lasse die Kunstwerke nicht richtig erstrahlen. Dann tauchen erneut die Menschen auf dem Boden auf und die Mutter gibt der Tochter den Auftrag, die Spinnennetze zu entfernen, auch wenn noch keine Woche rum sei. Doch nachdem das Mädchen die ersten Netze entfernt hat, fragt es seine Mutter, ob die Spinnen nicht traurig seien, wenn sie ihre Netze zerstört. Doch der Mutter ist dies egal. Sie finde Spinnen eklig. Die Tochter hingegen macht sich auf die Suche nach der Spinne und findet diese auch. Als sie sie der Mutter zeigen will, scheint die Sonne zum Fenster hinein und beide erkennen die Netze als Kunstwerke. Dadurch werden sowohl die Spinne als auch ihre Netze gerettet. „Mir haben schon Zuhörer gesagt, dass sie nach meiner Geschichte keine Angst mehr vor Spinnen haben“, erklärte Merten.

Im Anschluss an die Lesung bastelte Merten gemeinsam mit den Kindern Spinnennetze und eine Spinne. Die Spinne bestand aus einer Eichel, an die Pfeifenreiniger als Beine angebracht wurden. In der Mitte des Netzes befand sich eine Kastanie. Hierbei waren die Mädchen genauso konzentriert dabei, wie zuvor beim Vorlesen der Geschichte.

Von Vera Wölk

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