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Bauern-Demo gegen Grünes Band in Duderstadt

Protest mit Treckern Bauern-Demo gegen Grünes Band in Duderstadt

Nicht nur der Bundespräsident und Niedersachsens Ministerpräsident kommen am Donnerstag, 11. April, nach Duderstadt, sondern zuvor auch Bauern aus drei Bundesländern. Sie beteiligen sich – mit und ohne Trecker – an einer Demonstration gegen das Naturschutz-Großprojekt Grünes Band Eichsfeld-Werratal.

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Wirtschaftsfläche und Rückzugsraum für die Natur: Der ehemalige Grenzstreifen befindet sich im Widerstreit verschiedener Interessen.

Quelle: Blank

Duderstadt. Die Land- und Forstwirte wollen protestieren, während sich im Jugendgästehaus die projektbegleitende Arbeitsgruppe vor Abschluss der Planungsphase ein letztes Mal trifft.

Den Winter über herrschte Ruhe, mit dem Frühlingserwachen und dem Übergang in die Umsetzungsphase geht der Streit  über das Grüne Band in die nächste Runde. Und die Fronten sind nach wie vor verhärtet.  „Wir wollen in der Region kein Naturschutzgroßprojekt“, heißt es unmissverständlich in dem Demo-Aufruf der vom Landvolkverband unterstützten Interessengemeinschaft.

Der Göttinger Landvolk-Geschäftsführer Achim Hübner rechnet – je nach Wetter – mit mindestens 200 Teilnehmern, die mit Traktoren und Transparenten nach Duderstadt kommen. Treffpunkt ist um 8.30 Uhr am Jugendgästehaus, wo ab 9.30 Uhr die Arbeitsgruppe tagt. Rund zwei Stunden lang solle im Umfeld der Tagungsstätte demonstriert werden, ohne den Verkehr zu behindern, sagt Hübner.

Die Heinz-Sielmann-Stiftung als Projektträger nimmt den Protest sehr ernst, rechnet mit erheblichem Widerstand bei Kauf oder Pacht von Flächen und versucht weiterhin, die Wogen zu glätten.  

Rückgrat eines Biotopverbundes

Die Fördermittelgeber – der Bund und die beteiligten Ministerien der Bundesländer Thüringen, Niedersachsen und Hessen – hätten beschlossen, die von ursprünglich 18 500 auf 13 000 Hektar abgespeckte Kernfläche erneut zu reduzieren und weitere Kompromisse zu finden, sagt Maria Schaaf: „Die Stiftung wird sich auf die eigentliche Förderkulisse beschränken, in deren Zuge freiwillige Verträge und Vereinbarungen geschlossen werden sollen.“

Der ehemalige Grenzstreifen wird von den Naturschützern gerne als Rückgrat eines Biotopverbundes bezeichnet. Vor allem an dessen Ausläufern stört sich Hübner, dem von einer weiteren Flächenreduzierung nichts bekannt ist: „Die Rhumeaue und die Wälder im Ohmgebirge haben mit der ehemaligen Grenze nichts zu tun.“

Das auch auf Tourismus und Historie abzielende Grüne Band lehnt Hübner nicht kategorisch ab, will den Naturschutz aber auf Bereiche am einstigen Kolonnenweg begrenzen. „Mit der Demo wollen wir noch einmal zum Ausdruck bringen, dass unsere Bedenken nicht erst genommen und nicht ausgeräumt wurden.“ Die Grundeigentümer befürchten Bewirtschaftungseinschränkungen und Auflagen.

Landwirtschaft und Naturschutzgebiet Grenzstreifen West-Östliches Tor.

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Stand des Naturschutzprojekts

Das Grüne Band Eichsfeld-Werratal steht auf der Kippe. Das Naturschutz-Großprojekt, das entlang eines 130-Kilometer-Teilstücks des früheren Grenzstreifens wertvolle Naturflächen verbinden soll, steht und fällt mit der Zustimmung betroffener Land-eigentümer. Das macht Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner (FDP) deutlich.

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