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Bauernmarkt Seeburg und Weihnachtsmarkt Bodensee

Adventliche Stimmung Bauernmarkt Seeburg und Weihnachtsmarkt Bodensee

Gleich zwei Märkte warben am vergangenen Wochenende um Besucher: Der zweite Bodenseer Weihnachtsmarkt lockte zur Dämmerstunde am Sonnabend nicht nur Dorfbewohner in die urige Jünemannsche Scheune. Eine liebgewordene Tradition ist dagegen der Bauernmarkt in der Seeburger Grundschule.

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Klassenraum als Marktplatz: In der Grundschule Seeburg bieten die Kinder ihre gebastelten Arbeiten an.

Quelle: Walliser

Bodensee/Seeburg. Er fand am vergangenen Sonntag bereits zum elften Mal statt und bot neben traditionellen Weihnachtsbasteleien viele kulinarische Besonderheiten.

Am Stand des Feuerbäckers auf dem Schulhof duftete  knuspriges Holzofenbrot, nebenan warteten frisch geräucherte Forellen auf Feinschmecker, und gegenüber fachsimpelten erfahrene Strickerinnen am Wollstand von Edeltraut Schmidt. „Mama, kann ich noch einen Vogelfutter-Stab schmieden?“ Der zehnjährige Tim Lesche hatte Glück und rannte zurück zum Stand von Ulli Sorgatz, der mit seiner Kunstschmiede seit Jahren einen Stammplatz auf dem Seeburger Bauernmarkt hat. In den Klassenräumen boten die Schulkinder der Seeburger Grundschule alles feil, was sie in den vorangegangenen Wochen mit Hingabe und Eifer im Kunstunterricht oder in den AGs gebastelt hatten.

„Wir haben Kerzen gemacht“, erklärte Georg August Freckmann, der die erste Klasse besucht. Vor allem das Angebot an Baumschmuck aller Art war vielfältig und reichlich. „Der Erlös aus dem Verkauf ist unsere Haupteinnahmequelle“, sagte Tatjana Gottschall vom Organisationsteam des Fördervereins der Seeburger Grundschule.

Schulstandort Seeburg ist in der Diskussion

Wie an den meisten Schulen ist der Verein inzwischen eine tragende Säule vor allem des sozialen Schullebens, organisiert Fahrten und macht Projekte möglich, so zum Beispiel die Schultanzwoche mit der Göttinger Musa oder das jüngste Zirkusprojekt. Während des Marktes fanden Auftritte des Seeschwalbenchors, zweier Flötengruppen und ein Saxophonvortrag zahlreiche große und kleine Zuschauer und -hörer. Nach zweijähriger Pause gab es auf der Schulwiese erstmals wieder ein Ponyreiten, betreut und angeleitet von Voltigierlehrerin Birte Krause.  Wie lange es den Bauernmarkt in der gewohnten Form noch geben wird, ist zurzeit unklar, denn der Schulstandort Seeburg ist in der Diskussion, „aber wir hoffen natürlich, dass die Schule mit ihrer einmaligen Lage am Seeburger See so lange wie möglich bleibt“, sagte Lars Raabe, Vorsitzender des Fördervereins.

Erst seit zwei Jahren haben die Bodenseer ihren kleinen Weihnachtsmarkt mit Aktionen, organisiert von der Zukunftsrunde, einem losen Zusammenschluss einiger Bürger vor Ort. Veranstaltungsort war in und um die Scheune von Wendelin und Gabriele Jünemann, wo auch der Kinderchor „Pfiffige Orgelpfeifen“ zur Unterhaltung beitrug. „Wir versuchen, etwas auf die Beine zu    stellen, und haben Spaß“, brachte es Eckhard Henniges von der Zukunftsrunde auf eine Formel. „Eine Aktion zieht meist schon die nächste Idee nach sich.“

Dabei ist der Hintergrund durchaus ernst. Mit Aktionen, welche die Dorfgemeinschaft in Bodensee stärken, soll ein Zeichen gegen den demografischen Wandel gesetzt werden. „Der Markt hier ist eine tolle Sache, vor allem für die Kinder, meinte Simon Becker, der die gemütliche Atmosphäre mit einem Glühwein an der Feuerschale genoss. Stöberer kamen voll auf ihre Kosten: Neben Schmuck und Adventlichem bot die Künstlergruppe Bodensee ihren Unikatkalender zum Kauf an. Stolz präsentierten Volker Elsenhans, Ulrike Heldt, Monika Schaper und Barbara Christophersen auch  Postkarten und weitere Geschenkideen.

Von Birgit Freudenthal

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