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Beamte der Duderstädter Abteilung befassen sich mit deutsch-deutscher Geschichte

Ausbildung Beamte der Duderstädter Abteilung befassen sich mit deutsch-deutscher Geschichte

Im Keller von Eduard Monzen in Tiftlingerode sowie im Grenzlandmuseum und an der ehemaligen Demarkationslinie haben junge Bundespolizisten aus Duderstadt den „alten Bundesgrenzschutz“ kennengelernt. Ein Stück deutsch-deutsche Grenzgeschichte – 20 Jahre nach der Grenzöffnung.

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Unterricht in Tiftlingerode: Wolfgang Apsel (rechts) mit Gastgeber Eduard Monzen (Mitte) und Bundespolizisten.

Quelle: Pförtner

Viele der jüngeren Beamten der Bundespolizeiabteilung sind erst kurz vor beziehungsweise sogar nach dem Herbst 1989 geboren. Nur vom Hörensagen und aus den Medien wissen sie, dass es einmal zwei deutsche Staaten und dazwischen eine unmenschliche Grenze gab, an der Menschen ihr Leben ließen. Beispielsweise auch für Polizeimeisterin Sindy Hofmann, 1990 in Bad Salzungen in Thüringen geboren, sowie Polizeimeister Henning Amadeus, der 1988 in Herleshausen in Hessen das Licht der Welt erblickte, ist der Bundesgrenzschutz (BGS) nicht mehr und nicht weniger Geschichte.

Angelehnt an die Gedenkfeiern zum 20. Jahrestag des Mauerfalls und der Grenzöffnung stand in dieser Woche in der Abteilung am Euzenberg eine Ausbildung unter dem Motto „Junge Bundespolizisten lernen alten Bundesgrenzschutz kennen“ auf dem Dienstplan. Erster Polizeihauptkommissar Michael Wille, Hundertschaftsführer der ersten Hundertschaft, ordnete sie an. Polizeihauptkommissar Wolfgang Apsel zeichnete für den Ablauf verantwortlich.

Dienstzeit vor Augen

Anschaulich vermittelte der ehemalige Grenzschützer und jetzige Bundespolizist den rund 90 jungen Kollegen, wie sich der Dienstalltag für die Beamten in Duderstadt vor der Grenzöffnung darstellte und erläuterte die Situation an der Grenze. Zwei ehemalige Beamte des BGS waren behilflich: Eduard Monzen, ehemals Innendienstleiter der ersten Hundertschaft, stellte seinen Keller, in dem er zahlreiche Gegenstände aus seiner Dienstzeit zusammengetragen hat, als Ausbildungsort zur Verfügung. Arno Gleisberg, früher Fahrlehrer beim BGS, stand im Grenzlandmuseum an ehemaligen Grenzübergang Duderstadt-Worbis den Nachwuchskräften der Bundespolizei Rede und Antwort.

Erstaunte Blicke zog Polizeihauptkommissar Apsel bei seinem Vortrag im Haus von Gastgeber Monzen auf sich. Denn auch ein Stück alter Kleiderordnung gab es zu bewundern. Apsel trug seinen „guten Dienstanzug“ oder auch „Ausgehanzug“, den er 1973 bei seiner Hochzeit getragen hatte. Eduard Monzen, der seit einigen Jahren auf den Rollstuhl angewiesen und dennoch weiter als Stadtführer in Duderstadt tätig ist, steuerte eine Reihe von Erlebnissen aus seiner Zeit beim Bundesgrenzschutz bei. Schmunzeln rief seine Anmerkung hervor: „Wir mussten unseren Dienstherrn damals um Erlaubnis fragen, ob wir heiraten durften.“

Von Heinz Hobrecht

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