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Befragung zur Stadt lichtet Meinungsdickicht

Daten sind Basis Befragung zur Stadt lichtet Meinungsdickicht

Die Menschen wohnen – trotz einiger Kritikpunkte – gerne in Duderstadt. Je nach Zielgruppe antworten 80 bis 98 Prozent der Erwachsenen auf die Frage „Leben sie gern in Duderstadt?“ mit Ja. Das haben Befragungen der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) ergeben. Gegenstand der Befragungen waren die Lebensbedingungen in der Stadt.

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Grund für Stolz: Mehr als 500 Fachwerkhäuser prägen das Bild der Duderstädter Innenstadt und sind Identifikationspunkt für die Bewohner.

Quelle: OT

Duderstädter im Alter von 18 bis 65 Jahren waren aufgerufen, ihre Meinung zur Stadt zu Protokoll zu geben, ihre Lebenssituation zu beschreiben, positive Aspekte und Kritikpunkte am Leben in Duderstadt zu nennen. Gezielt befragt wurden auch Bürger, die zu- oder umgezogen sind und zusätzlich sämtliche Menschen, die in 2008 und 2009 aus der Stadt weggezogen sind.

Herausgekommen ist umfangreiches Zahlenmaterial, rund 100 Seiten mit Diagrammen. Für das Tageblatt hat Anke Kaschlik vom HAWK-Team einige Ergebnisse ausgewählt, um Natur und Bandbreite der Daten zu verdeutlichen. So zeigten die Zahlen, dass die Menschen in Duderstadt die kleinstädtische Nähe schätzten: „Sie können Nachbarn um Hilfe bitte. Nur wenigen sind die Nachbarn zu neugierig“, kommentiert Kaschlik. Pluspunkt ist auch die Innenstadt mit ihrem Fachwerk. Damit könnten sich die Menschen identifizieren. Dass jedoch nur ein Drittel der Duderstädter, die Stolz auf das Fachwerk zu Protokoll gaben, auch in der Innenstadt wohnten, kommentiert Kaschlik: „Offensichtlich wird die Altstadt zwar als wichtig für die Stadt empfunden, mit den eigenen Lebensentwürfen passen die Lebensbedingungen dort – oder aber die Vorstellung davon – nicht zusammen.“

Was stört sie? Auf diese Fragen hätten 40 Prozent der Antwortenden eine problematische Verkehrsanbindung genannt. Insbesondere mit der Busanbindung seien viele unzufrieden. Kaschlik erkennt hier „ein großes Problem für die Entwicklung Duderstadts“. Fast ein Drittel der Befragten haben das Kultur- und Freizeitangebot als unzureichend bezeichnet, nennt sie eine weitere Zahl. Die Menschen wünschten sich mehr Angebote für Jugendliche, mehr Sport- und gastronomische Angebote. Differenziert nach Alter zeige sich eine höhere Unzufriedenheit junger Menschen, Haushalte mit Kindern seien unzufriedener als die ohne.

Aus der Abwanderungsbefragung nennt Kaschlik beispielhaft eine Zahl: Sieben Prozent der Wegzügler habe Unfreundlichkeit, Cliquenwirtschaft und Intoleranz als Fortzugsgrund genannt. Danach sei nicht explizit gefragt worden. Dass diese Aussagen dennoch auf dem Fragebogen formuliert worden seien, sei „ein Hinweis auf die hohe Bedeutung für die Fortziehenden“.

  Fundus an Detailwissen
  Nur 1,7 Prozent (224) der 13 256 Duderstädter zwischen 18 und 65 Jahren haben an der Befragung teilgenommen. Damit sei sie eingeschränkt repräsentativ, gebe aber „wichtige Hinweise“, sagt Anke Kaschlik. Sie verweist darauf, dass bei der Abwanderungs- sowie Zu- und Umzugsbefragung 17 beziehungsweise 16 Prozent der Haushalte geantwortet hätten. Erhoben wurden die Daten für den Masterplan Duderstadt 2020, der von der HAWK vorangetrieben wird. Die Zahlen seien ein „Fundus an Detailwissen“, das nun für die Auswertung für verschiedene Fragestellungen zur Verfügung stehe, erklärt Ulrich Harteisen, Professor an der HAWK und Leiter des Masterplan-Projekts. Die Befragungsergebnisse werden auf der Homepage des Projekts veröffentlicht.
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