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Berufsbildenden Schulen droht das Aus

Rückgang bei Schülerzahlen Berufsbildenden Schulen droht das Aus

Den Berufsbildenden Schulen (BBS) Duderstadt droht das Aus. Seit Jahren sinken die Schülerzahlen.

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Die von der Schließung bedrohten Berufsbildenden Schulen Duderstadt: Bleibt es auf dem Schulhof bald so ruhig?

Quelle: Walliser

Vom ohnehin niedrigen Niveau mussten die BBS in 2010 noch einmal einen massiven Einbruch hinnehmen. Lokale Politik und der Landkreis Göttingen als Schulträger sind alarmiert. Fieberhaft wird nach Lösungen gesucht.

Die Zuspitzung der Situation in der Kolpingstraße bahnt sich seit Jahren an. Nun ist ein Punkt erreicht, an dem in den Dienstzimmern in Duderstadt und Göttingen zu den BBS deutliche Worte gefunden werden. „Die Scheune brennt lichterloh“, „wenn wir jetzt nichts tun, geht die Schule den Bach runter“, „auf mittlere Sicht droht die Standortschließung“, heißt es in Gesprächen und Strategiepapieren.

Die Zahlen zeigen den Grund für diese dringliche und alarmierte Diktion. Den ohnehin schmalbrüstigen BBS Duderstadt geht die Luft aus. Seit Jahren haben sie weniger als tausend Schüler. Zum Vergleich: Die drei Göttinger Berufsbildenden Schulen besuchen jeweils mehr als 2000, die BBS Hann. Münden deutlich über 1000 Schüler. Dort hält sich der Rückgang zudem in Grenzen, die BBS Duderstadt haben dagegen seit 2006 mehr als 20 Prozent ihrer Schüler verloren. Lediglich 760 Jugendliche und junge Erwachsene werden hier noch ausgebildet.

Angesichts dieser Werte wird Lothar Koch (CDU) auf Tageblatt-Anfrage dann auch öffentlich deutlich: Von „absolutem Handlungsdruck“ spricht der Landtagsabgeordnete und stellvertretende Landrat. Es sei höchste Zeit, gar überfällig, etwas zu tun. Die BBS drohten, in eine Zwickmühle zu geraten, Budgetüberschreitung und Überkapazitäten bei den Lehrern das Absacken der Schülerzahlen unumkehrbar zu machen. Der Bestand der BBS sei nicht nur für die Einrichtung selbst, sondern für den Standort Duderstadt von existenzieller Bedeutung, betont Koch.

Deshalb werde in den Verwaltungen von Schule, Stadt und Kreis – wie auch in der Kreispolitik – intensiv über Lösungen diskutiert, bestätigt er die Krisengespräche. Welche Vorschläge dabei debattiert werden, deutet er nur an: eine kreisweite Konzentration von Angeboten bei den Berufsschulen in Duderstadt; mehr und zukunftsträchtige Ausbildungsgänge bei Berufsfach- und Fachoberschulen; die Bildung eines beruflichen Gymnasiums. Erstmals würde so die Möglichkeit geschaffen, an den BBS Duderstadt das Abitur zu machen. Jugendliche, die sonst auf das Fachgymnasium Wirtschaft in Göttingen wechseln, würden dann gehalten. „Hier geht es nicht um Schüler, die auf das Eichsfeld-Gymnasium sollen“, betont Koch. Sein Anteil bei diesen Bemühungen sei, auf Landesebene die Voraussetzung für eine solche Lösung zu schaffen, erklärt Koch. Denn: Die nötige Schülerzahl für ein berufliches Gymnasium werde in Duderstadt nicht erreicht. „Ich will mich beim Land für einen Modellversuch stark machen“, so der Abgeordnete.

Das muss alles schnell gehen. „Wenn wir jetzt nichts machen, kommen wir zu spät“, betont Koch abschließend.

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Von Ulrich Lottmann

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