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Berufsfindungsbörse fest etabliert

68 Betriebe, Schulen und Dienste Berufsfindungsbörse fest etabliert

Die Berufsfindungsbörse lohnt sich für Schulabgänger“, weiß Jonas Ballhausen. Der Lehrling der Zimmerei Diedrich aus Rüdershausen informierte mit seinen Ausbildungskollegen Kevin Lehmkuhl und Sven Diedrich Jugendliche und deren Eltern über das Zimmermannshandwerk.

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Vielleicht ein Freiwilligendienst? Hannah Gerloff, Hannah Nordmann, Angelina Hunold und Patricia Böhmer informieren sich bei Daniela Walther und Marie-Theres Waning-Ernst (v.l.).

Quelle: Kunze

Duderstadt. Vor einem Jahr war Jonas selbst Besucher auf der Eichsfelder Berufsfindungsbörse, die am Sonnabend zum 10. Mal in den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Duderstadt stattfand. An einem Stand riet ihm damals Zimmermannsmeister Thilo Diedrich nach einem Gespräch, sich in seinem Betrieb zu bewerben, und ein paar Wochen später hatte Jonas seinen Ausbildungsplatz. „Allerdings bin ich der einzige Zimmermann in meiner Klasse“, bedauerte der Azubi, der die Berufsfachschule Bau an den BBS in Duderstadt besucht. Auch Kevin und Sven, die in Göttingen und Northeim zur Berufsschule gehen, bestätigten, dass es sehr wenige Zimmerleute in ihren Klassen gebe. „Dabei macht der Beruf richtig Spaß“, sind sich die drei Lehrlinge einig.

Insgesamt 68 Aussteller aus den Bereichen Handwerk, Studium, Duales Studium, Freiwilligendienste und Weiterbildung waren auf der Börse vertreten. Dass die Veranstaltung wieder auf großes Interesse stieß, zeigte schon das Gedränge der Besucher in den Hallen, Gängen und Fluren der BBS.

Claudia Müller von der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen stellte fest: „Es herrscht sowohl ein Mangel an Fachkräften im Handwerk, als auch ein Mangel an Jugendlichen, die einen Handwerksberuf wählen wollen.“ Gründe für diese Misere seien zum Teil fehlende Informationen, sagte sie und verwies auf die Vielfalt im Handwerk: „Es gibt eben nicht nur Maurer und Bäcker, sondern auch Optiker oder Lichtreklamehersteller.“ Außerdem würden sich viele Jugendliche nicht klar sein über die umfassenden Zukunftsperspektiven. „Wer zunächst Maurer lernt, und dann Architektur studiert, hat auch später auf der Baustelle eine höhere Akzeptanz. Und wer nach seiner Handwerksausbildung nicht studieren will, hat eine gute Basis, mit der sich auch gutes Geld verdienen lässt“, betonte sie.

In den Werkstätten der BBS erklärten Kevin Kaufhold, Azubi bei Ruhstrat in Göttingen, und Franzisko Burghardt, Azubi bei Scholle in Seulingen, die Schwerpunkte der Ausbildung zum Heizungsmonteur. „In der Lehre ist das nächste Ziel die Gesellenprüfung. Im Handwerk gibt es heute gute Chancen auf eine Stelle nach der Ausbildung“, so Kevins positiver Blick in die Zukunft. Franzisko freute sich über die Chance, bei der Berufsfindungsbörse andere Jugendliche zu informieren. „Ich bin froh, mich für diesen Beruf entschieden zu haben“, sagte er.

Hannah Gerloff, Hannah Nordmann, Angelina Hunold und Patricia Böhmer wissen noch nicht, wie der Weg nach der Schule aussehen wird. Die vier Elftklässlerinnen des Eichsfeld-Gymnasiums informierten sich an dem Stand der Caritas über Freiwilligendienste. „Ein soziales Engagement im Ausland würde mich reizen“, sagte Hannah Gerloff, nachdem Daniela Walther und Marie Theres Waning-Ernst am Stand die Vorteile eines Freiwilligen Sozialen Jahres dargelegt hatten und auch auf den Dienst in Afrika verwiesen. Mit Flyern in der Hand zogen die Mädchen weiter, um am Stand der Sparkasse ihre Ergebnisse der simulierten Einstellungstests abzuholen.

„Wie begeistert Schüler und Eltern die zahlreichen Angebote annehmen, beweist schon die Tatsache, dass sich die Berufsfindungsbörse seit zehn Jahren hier in Duderstadt etabliert hat“, lobte auch Claudia Müller die gute Resonanz. Und die Besucher freuten sich über die professionelle Organisation der BBS, die unter anderem im Cateringbereich schmackhafte Einblicke in die hauswirtschaftlichen Bereiche zeigte.

Von Claudia Nachtwey

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Eichsfelder referieren

Auftakt der 10. Eichsfelder Berufsfindungsbörse waren am Donnerstag die Vorträge zum Thema Karriere im Handwerk. Als Referenten waren zwei ehemalige Eichsfelder eingeladen, die mit einer Handwerksausbildung über Meisterbrief und Studium eine internationale Karriere beschritten haben.

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