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Beschulung von Kindern mit Handicap

Grundschulen in Samtgemeinde erst bei Bedarf Beschulung von Kindern mit Handicap

„Endlich – nach jahrzehntelangem Kampf werden betroffene Eltern nicht mehr als Bittsteller gesehen“, begrüßt Norbert Leineweber (CDU) die Einführung der Inklusion, der Beschulung von Kindern mit Handicap an Regelschulen, ab kommendem Schuljahr: „Jetzt können die Eltern entscheiden, wo ihr Kind beschult wird.“

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Inklusion: Kinder mit besonderem Förderbedarf sollen in der Schule uneingeschränkt teilhaben können.

Quelle: dpa

Gieboldehausen/Bilshausen. Die Förderstunden würden allerdings noch nicht ausreichen, weitere Schritte müssten folgen, stimmt Leineweber mit Reinhard Dierkes (SPD) überein.

In der Sache sind sich die Kommunalpolitiker der Samtgemeinde Gieboldehausen also einig, in der Form nicht: Ein Änderungsantrag der Gruppe SPD/Freie Wähler/Grüne, neben der Gieboldehäuser Grundschule auch die Bilshäuser Schule als  Schwerpunktschule für die Inklusion auszuweisen, ist im Rat an der CDU-Mehrheit gescheitert.Zur Umgestaltung aller Grundschulen hat der Gesetzgeber den Kommunen eine Frist bis 2018 eingeräumt, bis dahin können Schwerpunktschulen in „zumutbarer Entfernung“ eingerichtet werden.

In der Samtgemeinde gehe es in diesem Jahr nur um zwei Kinder, die in Krebeck und Gieboldehausen zur Schule gingen, betont Leineweber. Zurzeit gebe es in Bilshausen noch keinen Bedarf. Auch die Schule dort könne jederzeit als Schwerpunktschule ausgewiesen werden – falls erforderlich. „Warum nicht gleich?“, hält  Dierkes dagegen.

Schule bringt Voraussetzung mit

Die barrierefreie Bilshäuser Schule bringe alle baulichen Voraussetzungen für die Inklusion bereits mit – ohne Investitionen wie in Gieboldehausen. Dierkes verweist auch auf den Landkreis Göttingen und die Samtgemeinde Radolfshausen, die alle Schulen in ihrer Trägerschaft als Schwerpunktschulen ausweisen.

„Wir stehen nicht im Wettstreit, wer die meisten Schwerpunktschulen hat“, meint Samtgemeinde-Bürgermeisterin Marlies Dornieden (CDU). Andere Schulträger hätten zwar mehr Schwerpunktschulen ausgewiesen, aber nicht für alle Behinderungsarten. Die Deklaration zur Schwerpunktschule verpflichte zu Ausbaumaßnahmen. Grundsätzlich könnten betroffene Eltern ihr Kind auch in Bilshausen anmelden, wo es auch eine integrative Gruppe im Kindergarten gebe, betont Dornieden.

Zurzeit gebe es aber nur einen konkreten Fall in Gieboldehausen: „Es bleibt uns unbenommen, künftig im Gespräch mit Schulen und Eltern weitere Schwerpunktschulen auszuweisen.“

Schwerpunktschulen für die Inklusion sind beim Land Niedersachsen bis Ende Februar anzumelden. Im Bereich der Stadt Duderstadt steht die Entscheidung darüber, welche Schulen als Schwerpunktschulen deklariert werden sollen,  noch aus.

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Kinder mit speziellem Förderbedarf

Ab kommendem Jahr haben Kinder mit besonderem Förderbedarf in Niedersachsen einen Rechtsanspruch darauf, jede Regelschule besuchen zu können. Weil aber noch lange nicht alle allgemeinbildenden Schulen darauf eingestellt sind, behinderte Kinder barrierefrei aufzunehmen und zu unterrichten, haben die Kommunen als Schulträger bis 2018 Zeit, Gebäude und Ausstattung umzurüsten.

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