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Bildhauerin Anke Wucherpfennig arbeitet die Sandstein-Reliefs wieder heraus

Dodenhuser Bildstock wird saniert Bildhauerin Anke Wucherpfennig arbeitet die Sandstein-Reliefs wieder heraus

Die Sanierung des Bildstocks an der Dodenhusener Bartholomäuskapelle hat begonnen. In dieser Woche stellt die Steinbildhauermeisterin Anke Wucherpfennig von der Firma Stietenroth aus Klein Lengden einen Teil der Ornamente wieder her.

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Arbeitet mit Pressluftmeißel: Anke Wucherpfennig.

Quelle: OT

Von den Reliefs am Bildstock ist kaum noch etwas zu erkennen, dabei liegt die letzte Sanierung erst 20 Jahre zurück. „Es ist erschreckend, welche Schäden der saure Regen am Sandstein anrichtet“, meint der Gieboldehäuser Ortsheimatpfleger Gerhard Rexhausen. Gemeinsam mit der Geschichtswerkstatt kümmert er sich um die Sanierung der Bildstöcke und Wegekreuze in der Region.

Dieses Jahr ist die 3,20 Meter hohe Stele an der Kapelle an der Reihe, die aus dem Jahr 1682 stammt. Bildhauerin Wucherpfennig hat mit Hilfe von Fotos die Blumenornamente auf dem Stein nachgezeichnet und arbeitet sie nun mit dem Pressluftmeißel heraus. „Das Gesicht des Engels modelliere ich mit Steinersatz nach“, erläutert sie. Der weiße Sandstein, der wahrscheinlich aus der Brehme bei Duderstadt stammt, ist recht hart. „Wir müssen ihn nicht in Kieselsäureester tränken“, meint Wucherpfennig. 

Ein fünf Meter hohes Zelt über der Stele schützt sie gegen Regen. Sie arbeitet kniend oder im Sitzen. Ein dickes Kissen liegt auf der harten Holzbank. „So einen Auftrag bekomme ich nicht jeden Tag“, betont Wucherpfennig. Kirchen hätten für solche Arbeiten oft kein Geld mehr. Auch die Spendengelder, die die Geschichtswerkstatt unter anderem bei der Sparkasse Duderstadt eingeworben hat, sind begrenzt. 

„Wenn ich weiter so schnell vorankomme, kann ich mich noch der Kreuzigungsszene und den drei Heiligenfiguren im oberen Bereich zuwenden“, sagt sie. Dort ist Andreas mit dem Andreaskreuz zu sehen, an dem ihn die Heiden töteten, Laurentius mit dem Ofenrost, auf dem er verbrannt wurde, und Bartholomäus, der von seinen Peinigern gehäutet wurde. 

Im nächsten Schritt wird eine Malerfirma Goldfarbe aufbringen.  Spätestens zu Bartholomäus, 24. August, sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein. 

Von mic

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