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Kunst und Natur im Einklang

Bildhauersymposium Kunst und Natur im Einklang

Kunst und Natur gehen im Heinz Sielmann Naturerlebniszentrum eine besondere Verbindung ein. Zehn international aktive Bildhauer stellen seit Montag ihr Handwerk zur Schau und lassen bis Sonntag, 6. August, verschiedene Tiermotive entstehen.

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Bildhauer fertigen Skulpturen an.

Quelle: Bänsch

Duderstadt. "Wir wollen den Besuchen von Gut Herbigshagen auch mit der Kunst die Artenvielfalt in der Natur näherbringen", sagte Michael Beier, geschäftsführender Vorstand der Heinz Sielmann Stiftung. Das Motto des Symposiums laute "Natur - Begegnung - Freiheit". Das Thema Freiheit werde sowohl für die Natur als auch für den Menschen verbunden mit der Kunst.

80 Prozent weniger Insekten

Die bei dem Symposium entstehenden Skulpturen aus Holz und Metall würden unter anderem wandernde Tierarten widerspiegeln und auf den Verlust an Tierarten in Deutschland aufmerksam machen. "Wir haben 40 Prozent weniger Vögel, wir haben 80 Prozent weniger Insekten", nannte Beier einige Beispiel. "Ich möchte, dass wir mit der Kunst und dem Naturraum sensibilisieren für den Wert von Natur, für die Erfahrung von Natur und für die Achtung und den Respekt auch vor den Tieren in der Natur", sagte der geschäftsführende Vorstand.

Holzbildhauersymposium auf Gut Herbigshagen

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Im Vorfeld hätten die Künstler ihre Skizzen abgeben, anschließend sei die Auswahl erfolgt. Kriterium seien unter anderem die Materialität, die Formsprache, die Aussage zum Thema und die Internationalität der Zusammensetzung gewesen.

Transparenz kennzeichne auf dem Gut die Vorgehensweise der Künstler. Besucher könnten mit ihnen Gespräche führen und ihnen täglich von 10 bis 18 Uhr bei der Arbeit zusehen. Die Skulpturen sollen am Sonnabend allesamt fertiggestellt sein.

Traum der Stiftung sei, "eines Tages den Grenzlandweg vom Grenzlandmuseum zur Heinz Sielmann Stiftung auf vier Kilometern Länge als Skulpturenweg am Grünen Band erlebbar zu machen", berichtete Beier. Dazu bedürfe es allerdings der Zustimmung der Unteren Naturschutzbehörde.

Künstler setzen auf "Aha-Effekte"

"Unsere Künstler wollen das Bewusstsein der Leute stärken, sorgfältiger mit der Natur umzugehen", sagte künstlerischer Leiter Heinz Günther, der auf "Aha-Effekte" bei Betrachtern setzt. Wichtig sei es, auch Kinder zu sensibilisieren, dass sie bewusster die Natur erleben "und den nachfolgenden Generationen auch etwas übrig lassen".

Die Arbeiten würden mit dem Waldkauz unter anderem den Vogel des Jahres, den Hafer als Pflanze des Jahres und die Gottesanbeterin als Tier des Jahres zeigen. Aber auch seltene Vogelarten wie der Wiedehopf, die Zauneidechse oder Lurche sollen dargestellt werden. Entstehen soll außerdem ein Grenzkeiler. "Die Wildschweine sind früher gerne durch die Grenzanlagen marschiert und haben Alarm ausgelöst", erläuterte Günther den Hintergrund.

Das Projekt mit den Bildhauern werde bis 2019 fortgesetzt, kündigte Beier an. Dann würden 25 Jahre Heinz Sielmann Stiftung und 30 Jahre Grenzöffnung gefeiert.

Die Atmosphäre auf Gut Herbigshagen mit der Nähe der Natur sei sehr inspirierend für die künstlerische Arbeit, berichtete Thierry Lauwers aus Belgien, was auch Jess Fuller bestätigte, die in England geboren wurde und in Rudolstadt lebt. Sie will ein Labyrinth aus Holz bauen. Tiersymbole sollen Menschen helfen, den Ausgang zu finden.

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Von Redakteur Axel Artmann

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