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„Bleib nicht stumm“ – Hilfe bei Interviews

Broschüre für Jugendliche enthält Tipps zu Gesprächen mit Zeitzeugen „Bleib nicht stumm“ – Hilfe bei Interviews

Um jungen Menschen die deutsche Geschichte nahezubringen, seien Gespräche mit Zeitzeugen wichtig, findet nicht nur Ben Thustek, Geschichtslehrer des Eichsfeld-Gymnasiums (EGD) und pädagogischer Leiter des Grenzlandmuseums bei Teistungen. Auch die Schüler aus dem Geschichtsleistungskurs wollen Zeitzeugen befragen, solange es noch welche aus der NS-Zeit und aus der DDR-Diktatur gibt.

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Stellen die Broschüre vor: Nicolai Wille, Niklas Müller, Anna-Lena Brasche, Ben Thustek und Sabrina Marschall (von links).

Quelle: Schauenberg

Duderstadt. Doch wie fragt man Zeitzeugen?

Worauf muss bei einem Interview geachtet werden? Wie kann sich ein Schüler vorbereiten und wie wichtig ist nachträgliche Recherche? Solche  Fragen werden in der neuen Broschüre „Bleib nicht stumm – Zeitzeugengespräche führen“ erörtert.

Ben Thustek hat in Zusammenarbeit mit der Erziehungswissenschaftlerin Regina Heimann von der Fachhochschule Düsseldorf das Heft erarbeitet – und dann einigen EGD-Schülern zum Lesen und Testen überlassen. „Ich finde, das Heft ist übersichtlich aufgebaut, gut zu lesen und nicht langweilig“, urteilt Nicolai Wille aus Jahrgang 11.

„Wir haben beim Lesen darauf geachtet, ob Wortwahl und Satzstellungen bei Jugendlichen ankommen und verständlich sind. Bis auf ein paar kleinere Korrekturen hat uns das Heft sehr gut gefallen“, ergänzt Abiturient Niklas Müller . Die Schüler stimmen überein, dass die Tipps im Heft sehr brauchbar seien, um ein Interview vorzubereiten, zu führen und zu analysieren. Dabei werde auch auf die Vor- und Nachteile von Zeitzeugeninterviews hingewiesen:

In einem Gespräch gebe es zwar historische Informationen aus erster Hand, jedoch seien die Einblicke subjektiv und Hintergrundrecherche sei nötig.

„Wir müssen die Erinnerungskultur pflegen, um für Zusammenhänge sensibilisiert zu sein“, sagt Anna-Lena Brasche , und ihre Mitschülerin Sabrina Marschall bestätigt: „Auch wenn wir diese Zeiten nicht miterlebt haben, wir tragen immer noch ein Stück Verantwortung für unsere Geschichte.“

Nicht nur EGD-Schüler können die Broschüre nutzen. Am Grenzlandmuseum kann jeder das Heft für geringe Druckkostenbeteiligung erwerben. Und wer schnell ist, bekommt eins geschenkt. „Die ersten zehn Interessenten auf der Facebookseite des Grenzlandmuseums Eichsfeld bekommen ein Heft gratis“, verspricht Ben Thustek. Ein kleiner Kommentar auf der Seite reicht.

ny

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