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Bodenseer Künstler werben mit ungewöhnlicher Methode

Kunst mit Code Bodenseer Künstler werben mit ungewöhnlicher Methode

Wer bei Google Bodensee eingibt, kommt in süddeutsche Gefilde, aber selten ins niedersächsische Eichsfeld. Um diese Misere zu beenden, haben sich acht heimische Künstlerinnen mit Profis in Sachen Website-Gestaltung zusammengetan und werben mit ungewöhnlichen, aber äußerst effektiven Methoden für ihre Eichsfelder Heimat.

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Viele Künstler, ein Werk: Bürgermeister Friedrich Henniges (3. v. r.) nimmt das Bild mit Code von Barbara Christophersen (l.) entgegen.

Quelle: Walliser

Bodensee. „Als ich vor eineinhalb Jahren unsere schöne Bodenseer Website das erste Mal angeklickt habe, waren dort 8000 Besucher verzeichnet“, sagt Malerin Barbara Christophersen. Zu wenig, fand sie. So trommelte die Künstlerin weitere einheimische Kolleginnen zusammen, und die Idee der Bodenseer Mühle entstand.

Dies ist ein Gemälde aus Acryl und Öl, eine Windmühle, und jeder der acht Flügel wurde von einer Malerin individuell gestaltet: Sylvia Grobecker malte den Feuerlöschteich als idyllischen Dorfmittelpunkt, Rita Trümper die Dorfsilhouette, Gabi Nagel eine traditionelle Tanzveranstaltung, Glocken wurden von Sabine Roggow, Blumen von Barbara Christophersen gemalt, Marion Kühne zeigte den Blick vom Höherberg, Anna Henniges erinnerte sich an eine ländliche Kindheit und Nicole Gaertner stellte Bodensee abstrakt dar.

Doch der eigentliche Clou an der Sache ist der Mittelpunkt der Mühle: ein PR-Code. Wer den auf sein Handy lädt, kommt gleich auf die Bodenseer Website – auf die im Eichsfeld natürlich. Für diese Funktion sind Björn Gronau und Sascha Coesfeld verantwortlich, die auch die Website gestaltet haben.

„Eigentlich sollte das Bild jetzt auf Wanderschaft geschickt werden, um den PR-Code zu verbreiten, aber wir hatten dann doch Angst um den Erhalt des Gemäldes“, erklärt Christophersen. Die Künstlerinnen entschieden, Postkarten von der Mühle drucken zu lassen, auf denen ebenfalls der PR-Code sichtbar ist. „Alle jungen Leute werden nun ihr Handy auf die Karten halten und die Bodenseer Website wird sich überall verbreiten“, prophezeit Christophersen.

„Alte Kunst trifft neue Kunst“

Um die Mühle und die Idee dahinter der Öffentlichkeit vorzustellen, veranstalteten die Malerinnen am vergangenen Sonntag im Dorfgemeinschaftshaus eine Kunstausstellung unter dem Motto „Alte Kunst trifft neue Kunst“, wo auf die Verbindung von Malerei zu digitaler Gestaltung hingewiesen wurde und aus deren Überschuss – dank zahlreicher Kuchenspenden – auch die Zukunftsrunde Bodensee mit 200 Euro unterstützt werden konnte.

Hier waren auch noch weitere Bilder der Künstlerinnen und Skulpturen von Martin Brodka zu sehen. Um dem Mühlen-Original nun einen passenden Rahmen zu geben, schenkten die Malerinnen das Bild der Gemeinde, und Bürgermeister Friedrich Henniges (CDU) nahm es freudestrahlend entgegen.

In Hinblick auf „zukünftige Besucheranstürme“ im idyllischen Bodensee meinte Henniges augenzwinkernd: „Dann fehlt es hier nur noch an Hotels.“ Und tatsächlich hat sich die Zahl der Besucher auf der Website bereits auf 36 000 erhöht.

Von Claudia Nachtwey

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