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Brochthausen: Kröten auf Wanderschaft

"Quak" Brochthausen: Kröten auf Wanderschaft

Für Bufo bufo ist der Startschuss gefallen: Die Temperaturen erreichen frühlingshafte Werte, die Erdkröten machen sich auf den Weg in ihre Laichgebiete. Für Claus Röttger bedeutet dies eine neue Aufgabe.

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Bis zu 10 000 Amphibien pro Saison: Claus Röttger betreut den Krötenzaun an der L 531.

Quelle: Pförtner

Brochthausen. Der 20-Jährige betreut im Rahmen seines Bundesfreiwilligendienstes bei der Heinz-Sielmann-Stiftung einen Krötenzaun an der Landesstraße zwischen Brochthausen und Fuhrbach.

Bei Wind und Wetter geht der Waaker an der 500 Meter langen Absperrung entlang. Er schaut in die eingebuddelten Auffangeimer, setzt die Kröten in eine Wanne und transportiert sie über die Straße, damit die Tiere sicher ihr Ziel erreichen. „Da ich Bio-Leistungskurs hatte, habe ich mich entschieden, mal zu gucken, was es an Plätzen gibt, an denen man etwas biologisch Sinnvolles machen kann. Ich bin dann im Internet auf die Heinz-Sielmann-Stiftung gestoßen“, erzählt Röttger. Ihm gefällt die Vielfalt seiner Aufgaben.

Röttger

Röttger

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Dazu gehören das Verarbeiten von Brennholz für Hackschnitzelheizungen ebenso wie das Versorgen der Tiere und Misten der Ställe auf dem Sielmann-Gut Herbigshagen oder das Auf- und Abladen von Saatgut, nennt er einige Beispiele. „Es ist teilweise körperlich anstrengend, am Anfang war ich echt k.o., wenn ich nach Hause gekommen bin“, so Röttger.

In den kommenden Wochen gilt seine Aufmerksamkeit nun den Kröten. Begleitet wird er von Andreas Ehbrecht, stellvertretender landwirtschaftlicher Leiter der Stiftung. „Wir haben den Zaun schon vor Ostern bei der ersten Wärmeperiode aufgebaut, die ersten Kröten aber erst am 9. April eingesammelt“, blickt er zurück.

Ehbrecht

Ehbrecht

Quelle:

Die Tiere sitzen im Winter am Hang neben der Straße unter dem Laub oder sie buddeln sich ein. „Wenn es wärmer wird, dann hört man sie am Hang laufen. Es raschelt und quakt überall“, so Ehbrecht. In der rund vierwöchigen Saison wird das Duo rund 10 000 Tiere transportieren, darunter auch einige Grasfrösche und Lurche. Beide wünschen sich von Autofahrern mehr Rücksichtnahme.

„Manche fahren in Höhe des Zauns eher schneller als langsamer“, bedauert Ehbrecht.

Von Axel Artmann

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