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Bürgerbefragung: 67 Prozent für Fußgängerzone

12,37 Prozent Wahlbeteiligung Bürgerbefragung: 67 Prozent für Fußgängerzone

Eine Schnapszahl hat am Ende der ersten Bürgerbefragung der Stadtgeschichte gestanden: 2222 von 18 040 stimmberechtigten Duderstädtern sind zur Wahlurne gegangen. Von ihnen stimmten 1495 für eine unveränderte Beibehaltung des Innenstadt-Verkehrskonzeptes, 727 für dessen Weiterentwicklung. Damit haben sich 67 Prozent gegen eine weitere Öffnung und 33 Prozent für eine Teilöffnung der Fußgängerzone für den Verkehr ausgesprochen. Die Wahlbeteiligung lag bei nur 12,37 Prozent, in einigen Ortsteilen im einstelligen Bereich.

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Gibt seine Stimme im Cophus ab: Oliver Weng, im Hintergrund sitzen die Wahlhelfer Jonas Recher und Christel Rhode.

Quelle: Tietzek

Knapp 100 Helfer waren gestern, am Sonntag, 22. November, im Einsatz. Da in den Ortsteilen Esplingerode, Immingerode, Brochthausen, Langenhagen, Werxhausen und Nesselröden weniger als 50 Stimmen abgegeben wurden, gab es dort zwecks Wahrung des Wahlgeheimnisses keine separate Auszählung. Die Urnen aus diesen Dörfern mussten ins Stadthaus gebracht werden. Dort wurden sie gemeinsam mit den 440 Stimmen ausgezählt, die bereits vor dem gestrigen Stichtag abgegeben wurden. In den Ortsteilen, die auf mehr als 50 Stimmen kamen, gab es lediglich in Fuhrbach und Breitenberg eine Mehrheit für die Teilöffnung. In allen sieben Stimmbezirken der Kernstadt sprach sich eine deutliche Mehrheit für den Beibehalt der Fußgängerzone in der bestehenden Form aus.
Signal gegen Veränderung
Als Signal, dass es auch für die Zukunft keine gravierenden Veränderungen an der Struktur der Fußgängerzone geben sollte, wertet Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) das Ergebnis: „Mit viel Ruhe und Gelassenheit sollte jetzt die Diskussion über punktuelle Verbesserungen fortgeführt werden.“ Kernstadt-Ortsbürgermeister Hubertus Werner (CDU) ist enttäuscht, dass der Großteil der Bevölkerung offensichtlich desinteressiert sei. Über das Ergebnis müsse jetzt erst einmal in den Fraktionen beraten werden.
Erfreut äußerten sich Hans-Georg Schwedhelm (Grüne), Lothar Dinges (WDB) und Matthias Schenke (SPD) – auch wenn die Freude durch die Wahlbeteiligung getrübt wurde. Schenke betrachtet das Ergebnis als Niederlage für die CDU. Jetzt müsse Schluss mit der ewigen Diskussion sein und Überlegungen für eine attraktivere Fußgängerzone angestellt werden. Dinges kritisierte noch einmal den Wahlmodus ohne Benachrichtigung und die Fragestellung, die viele Bürger von der Stimmabgabe abgehalten habe, sieht sich aber darin bestätigt, dass die Mehrheit der Bevölkerung hinter der Fußgängerzone stehe: „Der Stadtrat muss diesem Ergebnis jetzt Rechnung tragen.“

Von Kuno Mahnkopf

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