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„Bürgerbefragung ist eine Farce“

Kritik „Bürgerbefragung ist eine Farce“

Die Kritik an der Bürgerbefragung zur Fußgängerzone hält an. Schon der Beschluss des Stadtrates zur Durchführung der Abstimmung war als Missachtung des Ortsrates Duderstadt und dessen Umfrage moniert worden. Nun steht die Formulierung der Bürgerbefragung im Zentrum der Debatte. Am 22. November können die Duderstädter wählen zwischen Beibehaltung der Fußgängerzone oder einer Teilöffnung.

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Belebung der Fußgängerzone: Die Bürgerbefragung trägt dazu nicht bei, sagen Händler.

Quelle: Tietzek

Die Beschränkung auf diese Alternativen wird von Einzelhändlern in der Innenstadt abgelehnt, zeigt eine Tageblatt-Umfrage. Die Fragestellung gehe am Thema vorbei, sagt beispielsweise Frank Germeshausen, Inhaber der Schwan-Apotheke. „Man muss den Bürgern eine echte Chance geben, zu entscheiden“, plädiert er für differenzierte Lösungen. Erst das ganze Spektrum an Wahlmöglichkeiten – von der Beibehaltung der Fußgängerzone bis zur einspurigen Öffnung – würde ein klares Meinungsbild ergeben, argumentiert er.

Bevormundung des Wählers

Als Bevormundung des Wählers empfindet Wolfgang Engelhardt, Chef des Modehauses E+R, die Formulierung der Bürgerbefragung. Die Beschränkung auf die Alternativen Beibehaltung der Fußgängerzone oder Öffnung in Einzelbereichen sei unsinnig. Für eine Belebung müsse der Kundenstrom von der Feilenfabrik in die Innenstadt geholt werden. „Da macht eine Teilöffnung keinen Sinn.“

Große Enttäuschung

„Die zweite Bürgerbefragung ist eine Farce“, sagt Jochen Mitschke. Der Inhaber des gleichnamigen Sportgeschäftes verweist auf die Umfrage des Ortsrates im April. Darin hätten die Bürger detailliert ihre Meinung zu Papier gebracht. „Da gibt es eine große Enttäuschung bei vielen, die sich beteiligt haben“, sagt Mitschke mit Blick auf die Bürgerbefragung. Diese sei zu eng gefasst. Entscheidend für eine Belebung der Innenstadt sei die Verbesserung der Aufenthaltsqualität: „Wie das passiert, kann nicht mit einer Entweder-oder-Frage geklärt werden.“

Die persönlichen Meinungen der Innenstadthändler zur Fußgängerzone gehen durchaus auseinander. Germeshausen und Engelhardt plädieren für eine Öffnung mittels einer Einbahnstraßenregelung. In Verbindung mit Kurzzeitparkplätzen könne das für eine Belebung sorgen, so Germeshausen. Die Erreichbarkeit der Geschäfte sei entscheidend, argumentiert auch Engelhardt. Mitschke hingegen sieht in der Fußgängerzone eine „Erfolgsstory“. Debattiert werden müsse nun über Beleuchtung, Spielgeräte, Außengastronomie und andere Maßnahmen. Aber auch dazu leiste die Bürgerbefragung keinen Beitrag, schließt sich Mitschke der Kritik seiner Kollegen an.

Von Ulrich Lottmann

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