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Bundespräsident Joachim Gauck auf der Duderstädter Marktstraße

"Sympathieträger" Bundespräsident Joachim Gauck auf der Duderstädter Marktstraße

Für den hohen Besuch aus Berlin und Hannover zeigte Duderstadt sich am Donnerstagnachmittag von seiner besten Seite: Blauer Himmel, die ersten zarten Sonnenstrahlen und angenehme 15 Grad luden die Schaulustigen förmlich dazu ein, im Café vor dem Rathaus platz zu nehmen und sich bei einem Eis oder einem koffeinhaltigen Heißgetränk dem kollektiven „Public-Gauck-Viewing“ zu widmen.

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Umringt: Gauck nimmt Wünsche  von Schülern entgegen.

Quelle: Blank

Duderstadt. Rund 200 Menschen – überwiegend mit Kameras ausgestattet – hatten sich auf der Marktstraße versammelt, um den aus Richtung Unterkirche in einer Eskorte aus schwarzen Fahrzeugen anrollenden Bundespräsidenten Joachim Gauck und den Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil zu begrüßen.

So schnell sie sich nach ihrer Ankunft auch ins Rathaus zurückgezogen hatten, desto mehr Zeit ließen sie sich im Anschluss an die offizielle Begrüßung mit den wartenden Menschen in Kontakt zu kommen. Die elfjährige Diana Dietrich aus Werxhausen war mit ihren vier Klassenkameraden direkt von der Heinz-Sielmann-Realschule in die Stadt gekommen, um den Besuch des Bundespräsidenten live mitzuerleben.

Die Mehrheit von ihnen schwärme zwar eher für Justin Bieber, dennoch kenne man Gauck und Weil auch aus dem Fernsehen. „Ich möchte auch Fotos für meine Oma machen, weil sie nicht hierher kommen kann“, so Dietrich, die zusätzlich auch noch vom Händeschütteln mit Gauck wird berichten können.

Unters Volk gemischt hat sich Bundespräsident Joachim Gauck bei einem Spaziergang auf der Duderstädter Marktstraße. © Iris Blank

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Für einen Moment erregte auch der Duderstädter Jonas Oberthür die Aufmerksamkeit des Staatsoberhaupts. „Gute Besserung“ habe ihm Gauck gewünscht, berichtet Oberthür, der mit seinem Gipsbein am Straßenrand gewartet hatte. „Vom Fußball?“, habe Gauck getippt. Der 24-jährige angehende Lehrer klärte ihn aber auf, dass er sich die Verletzung beim Basketballspielen zugezogen habe.

Der Gauck-Fan Uwe Steinhoff war mit seiner Begleiterin extra aus dem westfälischen Nordkirchen bei Dortmund angereist, um Gauck zu sehen. „Das Staatsoberhaupt hat eine wichtige Funktion als moralische Instanz in Deutschland“, so Steinhoff. Für sein Auftreten und seine beeindruckende Vorgeschichte genieße er bei ihm „den größten Respekt“, so der 47-Jährige.

Eher zufällig beim Stadtbummel in den Gauck-Trubel hineingeraten ist die Waakerin Margrit Klinger. „Den Bundespräsidenten sieht man auch nicht alle Tage“, habe sich die 62-Jährige dann aber gedacht und sich mit in die Menge gestellt, die gegen 18 Uhr auf zirka 1000 Schaulustige angewachsen war. Auch Klinger zeigte sich beeindruckt von Gauck: „Er ist einfach ein Sympathieträger.“

Von Anna Kleimann

Bundespräsident Joachim Gauck

Joachim Gauck ist als 11. Bundespräsident Staatsoberhaupt Deutschlands. Der 73-Jährige wurde am 18. März 2012 in sein Amt gewählt.

Der gebürtige Rostocker arbeitete in der damaligen DDR als Pastor, zog 1990 in die erste frei gewählte Volkskammer ein und war 1991 bis 2000 Bundesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen.

Seit 2000 lebt er mit Daniela Schadt zusammen. Er hat vier Kinder, elf Enkel und drei Urenkel.

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Bewegter Präsident

Begeisterter Empfang für Bundespräsident Joachim Gauck in Duderstadt. Mehr als 1000 Menschen säumten Marktstraße und Rathausvorplatz – ein Bad in der Menge für das Staatsoberhaupt. „Wir haben das so noch nicht erlebt“, bekannte Gauck in einer kurzen Ansprache während eines Empfangs im Rathaus.

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