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Bundespräsident Joachim Gauck in Duderstadt: Randnotizen

Worte und Bilder am Rande Bundespräsident Joachim Gauck in Duderstadt: Randnotizen

Ein Bundespräsident wirkt mit der Macht des Wortes und durch die Kraft der Bilder. Joachim Gauck, das hat er auch bei seinem Besuch am Donnerstag in Duderstadt bewiesen, beherrscht die Kunst der Rede. Und er weiß, Gesten zu setzen. Vieles davon, gezielt formuliert und bewusst inszeniert, findet den Weg in Zeitungen, Fernsehen, Radio, Onlinedienste.

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Goldenes Buch der Stadt Duderstadt: Unterschriften von Bundespräsident Joachim Gauck und Daniela Schadt.

Quelle: Schauenberg

Duderstadt. Manches Wort fällt aber auch spontan und einige Bilder entstehen am Rande. Eine kleine Auswahl, Randnotizen eines Staatsbesuchs.

Der Eintrag ins Goldene Buch ist der wichtigste öffentliche Moment, der repräsentative Akt eines Besuchs. Der Bürgermeister legt die Amtskette an, Fahnen oder Blumen schmücken den Tisch, auf dem das Buch liegt. Auch beim Besuch von Bundespräsident Joachim Gauck und seiner Lebenspartnerin Daniela Schadt in Duderstadt stand der Eintrag ins Goldene Buch auf dem Programm.

Bundespräsident Joachim Gauck besucht am 11. April Duderstadt. Neben einem Besuch bei Ottobock steht ein Eintrag ins Goldene Buch der Stadt auf dem Programm.

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Die Bilder davon waren in den Medien zu sehen. Was geschrieben wird, wird in der Regel nicht gezeigt. In diesem Fall sind es schlicht zwei Unterschriften.

Keine Medienbilder gab es von der Ankunft von Bundespräsident Gauck und Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) mit dem Hubschrauber. Das Gelände der Bundespolizeiabteilung war für Journalisten tabu. Fotos gibt es dennoch.

Olaf Reichert, Niedersachsens stellvertretender Regierungssprecher beispielsweise, hat den Moment festgehalten, in dem Gauck aus dem Helikopter steigt, um Duderstädter Boden zu betreten. Diese Bilder konnte man als Journalist bekommen, man musste Reichert nur fragen.

Ob es Worte mit Weitsicht oder eine ironisch-anerkennende Bemerkung war, mit der Bundespräsident Gauck sich an den Inhaber der Firma Ottobock, Hans Georg Näder, beim Besuch der Konzernzentrale wandte, muss die Zukunft zeigen.

Unters Volk gemischt hat sich Bundespräsident Joachim Gauck bei einem Spaziergang auf der Duderstädter Marktstraße. © Iris Blank

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Offenbar beeindruckt von Näders Vortrag zu Firmengeschichte und Unternehmenskultur, bekannte Gauck: Ihm sei, als würde er nicht nur mit dem Chef eines Weltmarktführers sprechen, „sondern mit dem künftigen Präsidenten unseres Landes“.

Der Bundespräsident war beim Besuch in Duderstadt das Fotomotiv – für Pressefotografen und Kameraleute, aber auch für Schaulustige und Beteiligte. Was aber tun, wenn der Bundespräsident sich zu Gesprächen hinter geschlossene Türen zurückzieht? Dann ist auch Zeit für Bilder am Rande, beispielsweise für Fotos der eingesetzten Polizisten von ihren Kollegen.

Während seines Besuches in Duderstadt machte Bundespräsident Joachim Gauck einen Rundgang bei Ottobock. © Oliver Thiele

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Manche Worte verlieren mit der Zeit an Bedeutung, weil ihnen ihr Sinn abhanden gekommen ist. Ein solches Wort sorgte, mehr als zwei Jahrzehnte nach dem Ende der DDR, beim Besuch von Bundespräsident Gauck in Duderstadt für großes Gelächter. Während des Empfangs im Rathaus bekamen Gauck und Schadt Geschenkkörbe mit lokalen Spezialitäten überreicht.

Beim Blick auf die mit Kulinarischem prall gefüllten Körbe entfuhr es dem Bundespräsidenten, einem gebürtigen Rostocker: „Endlich wieder ein Westpaket.“

Von Ulrich Lottmann und Kuno Mahnkopf

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"Sympathieträger"

Für den hohen Besuch aus Berlin und Hannover zeigte Duderstadt sich am Donnerstagnachmittag von seiner besten Seite: Blauer Himmel, die ersten zarten Sonnenstrahlen und angenehme 15 Grad luden die Schaulustigen förmlich dazu ein, im Café vor dem Rathaus platz zu nehmen und sich bei einem Eis oder einem koffeinhaltigen Heißgetränk dem kollektiven „Public-Gauck-Viewing“ zu widmen.

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