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Bundespräsident Joachim Gauck zu Besuch bei Ottobock

Erste Station Bundespräsident Joachim Gauck zu Besuch bei Ottobock

Die erste Station, die der Audi-Pulk des Bundespräsidenten in Duderstadt ansteuerte, war der Prothetik-Weltmarktführer Ottobock. Und das erste, was Gauck dort zu sehen bekam, weder die Produkte noch der „total kompetente Chef“, sondern die Auszubildenden.

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Begeistert von der Unternehmenskultur eines global players mit lokalen Wurzeln: Joachim Gauck zu Gast bei Hans Georg Näder.

Quelle: Thiele

Duderstadt. Das beeindruckte das Staatsoberhaupt ebenso wie die Erfolgsgeschichte der Unternehmensgruppe und die Firmenphilosophie dahinter. „Wir brauchen Menschen, die Selbstbewusstsein nicht mit Übermut verwechseln“, sagte Gauck mit Blick auf Firmenchef Hans Georg Näder: „In der DDR herrschte ein System, das solche Unternehmerpersönlichkeiten nicht gebrauchen konnte. Das führte zum Verlust von Tugenden, auf denen unser Gemeinwesen beruht.“

Gauck ist bereits der vierte Bundespräsident, der Ottobock besucht. Zu den Produktanwendern, die ihm Innovationen wie das Genium-Bein und die Michelangelo-Hand vorführten, gehörte auch Heinrich Popow. Den Goldmedaillengewinner der Paralympics mit Carbonfederbein kannte Gauck bereits, da er ihn im November ausgezeichnet hatte.

Auch in der Werkstatt, in der die Prothesen und Orthesen angepasst werden, fragte Gauck immer wieder interessiert nach – ob es um Nanotechnologie oder persönliche Schicksale ging.

Während seines Besuches in Duderstadt machte Bundespräsident Joachim Gauck einen Rundgang bei Ottobock. © Oliver Thiele

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„Wir wollen zeigen, wie man von der Idee zum Produkt kommt und Deutschland auch künftig wettbewerbsfähig bleibt“, sagte Näder, der einen kurzen Überblick über die fast 100-jährige Geschichte des Familienunternehmens gab, das deutsche Geschichte widerspiegelt, stetig wächst und Ende des Jahres 7000 Mitarbeiter in 50 Ländern beschäftigen wird.

Erfreut zeigte sich Gauck, dass Ottobock auch wieder in der alten Heimat Thüringen aktiv ist, als marktorientiertes Unternehmen mit Wissenschaftlern zusammenwirkt und nicht nur Produkten Raum gibt, sondern auch Menschen Lebensqualität.

„Ich würde mir mehr solcher Unternehmer wünschen, bei denen nicht nur die Bilanz zählt, sondern die Verpflichtung gegenüber dem Allgemeinwesen“, lobte Gauck  Näders Aktivitäten, sprach von „einem Unternehmen, von dem man lernen kann“ und „Optimismus, der ansteckt“: „Die Mitarbeiter gucken alle so, als würden sie ihrem Chef glauben.“

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