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Bunte Osterbrunnen für Fleckengemeinde Gieboldehausen

Brauchtum Bunte Osterbrunnen für Fleckengemeinde Gieboldehausen

Farbenprächtig will sich Gieboldehausen zu Ostern präsentieren. Ein Brauch aus der Fränkischen Schweiz steckt dahinter. 1500 bunt bemalte Eier sollen zwei Brunnen im Flecken schmücken.

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Handarbeit: 1500 Eier sind für die Osterbrunnen-Aktion ab Palmsonntag in Gieboldehausen bemalt worden.

Quelle: Schauenberg

Gieboldehausen. Seit Wochen dreht sich bei Ursel Runge alles um Eier. Die Gieboldehäuserin hatte die Idee, die Tradition der Osterbrunnen, wie es sie in Franken seit über hundert Jahren vielerorts gibt, auch in ihrem Heimatort aufleben zu lassen: „Bunte Osterbrunnen – das passt doch zu uns, da wir als Gieboldehäuser aufgrund unserer geschichtlichen Entwicklung doch auch die Bunten genannt werden.“

Tradition und Brauchtum, Vielfalt, Farbe und ein wenig Frohsinn möchte Runge mit der Aktion in den Flecken bringen. Bei ihr zuhause hat sich in den vergangenen Wochen regelmäßig eine Gruppe von Frauen getroffen und 1500 Hühner-, Enten- und Gänseeier bemalt.

In Gieboldehausen schmückt der Heimat- und Verkehrsverein - nach Vorbild eines alten Brauchs aus Franken - diverse Brunnen mit 1500 bemalten Ostereiern.

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Weitgehend fertiggestellt ist eine mit Tannengrün umwickelte und mit Eiern verzierte Erntekrone. Der so genannte Blumenbrunnen an der Ecke Ohlenroder Straße/Rhumestraße sowie der Brunnen vor dem Fachwerkschloss sollen zu Osterbrunnen ausstaffiert werden. Ab Palmsonntag, dem Sonntag vor Ostern, sollen die bunten Blickfänge dann in Gieboldehausen drei Wochen lang für Freude sorgen.

Der Heimat- und Verkehrsverein einschließlich Ortsheimatpfleger Gerhard Rexhausen und die Gruppe Fidelis  sind in die Aktion eingebunden, außerdem die Werbegemeinschaft,  die Landfrauen und der Frauenbund, die Pfadfinder, die Grundschule, die Kindergärten und viele weitere fleißige Helfer.

Das Ei als Verkörperung der Lebenskraft

Wie Ortsheimatpfleger Rexhausen berichtet, steht der ursprüngliche Sinn des Schmückens von Brunnen zur Osterzeit symbolhaft für das wiedererwachende Leben im Frühling. „Das Brauchtum des Brunnenschmückens, das bis in die vorchristliche Zeit zurückreicht, hat seinen Ursprung in der Verehrung des Wassers“, so Rexhausen.

Wasser sei als Spender neuen Lebens im Frühling das kostbarste Gut der Menschen. Auch  das Ei stehe in der Osterzeit im Mittelpunkt. Allen Völkern gelte das Ei als Verkörperung der Lebenskraft und der Fruchtbarkeit. Wie Weihnachten ohne den Christbaum, so sei Ostern ohne Osterei und Osterhase nicht denkbar.

An Palmsonntag, 24. März, werden die Osterbrunnen in Gieboldehausen öffentlich vorgestellt. Um 14 Uhr treffen sich alle interessierten Einwohner und Gäste zunächst am Brunnen in der Ohlenroder Straße/Rhumestraße.

Von dort aus geht es  zum Brunnen im Schlosshof. Dort ist ein kleiner Festakt samt Unterhaltungsprogramm der Gruppe Fidelis sowie Kaffee und Kuchen im Schloss geplant.

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