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Bunter Papagei durchstreift Gewerbegebiet

Exotischer Vogel ausgebüxt Bunter Papagei durchstreift Gewerbegebiet

Im Sommer zu verreisen und neue Orte kennenzulernen scheint nicht nur Menschen zu gefallen: Nachdem erst vor kurzem Kongo-Graupapagei Carmen ausbüxte (Tageblatt berichtete), wird seit Sonntagabend, 8. August, im Gieboldehäusener Industriegebiet um die Totenhäuser Straße ein weiterer herrenloser Papagei gesichtet.

Er ist etwas größer als eine Taube, hat einen roten Bauch, blaue Seitenfedern, einen dunklen Rücken und einen hellen Schnabel. Und der Vogel lässt sich nicht einfangen, berichtet Karin Felske. Die Gieboldehäuserin hat es versucht und ist gescheitert. „Ich habe selten eine so flinken Vogel gesehen“, berichtet ihr Nachbar Jens Hass. Er vermutet, dass es sich um einen Salomon-Edelpapagei handelt.

Aufmerksam wurde Felske durch einen Anruf, denn seit vier Wochen fehlt jede Spur von ihrem Grauhaarpapagei Rubi. Sie hatte Zettel ausgehängt und am Sonntag meldete sich tatsächlich jemand. Doch nicht ihr Papagei, sondern der bunte Vogel wurde am Industriegebiet gesehen. „Ich vermute, dass meine Rubi wohl nicht mehr lebt.“

Felske hat sich nach dem erfolglosen Fangversuch mit dem Betreiber der Greifvogel- und Eulenstation Rüdershausen, Friedrich-Karl Schöttelndreier, in Verbindung gesetzt. Er gab ihr den Rat, das exotische Federvieh vorsichtig mit Handschuhen einzufangen, denn ein Biss mit dem Schnabel kann sehr schmerzhaft sein. Bis sich der Besitzer findet, hätte Schöttelndreier den Vogel in Obhut genommen. „Aber er ließ sich nicht locken und fliegt nun immer zwischen den Gärten hin und her“, sagt Felske. Sie vermutet, dass der Vogel noch jung ist und vielleicht deshalb so aufgeregt auf ihren Fangversuch reagiert hat.

„Freilaufende Tiere werden bei uns vom Hundefänger eingefangen und dann dem Tierheim übergeben“, erklärt Ansgar Papke vom Ordnungsamt Gieboldehausen auf Tageblatt Nachfrage. Das gilt auch für Tiere, die sich auf schwerer zugänglichen Orten wie Bäumen befinden. Ist das Tier nicht zu greifen, kann diese Arbeit jedoch auch an die Feuerwehr weitergegeben werden, so Papke. „Die Kosten für den Einsatz trägt der Besitzer – sofern er sich meldet. Ansonsten zahlt die Allgemeinheit, also der Steuerzahler.“ Doch vielleicht hat der Papagei ja bald genug von seinem Ausflug und lässt sich auch ohne professionelle Hilfe einfangen.

cob

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Greif- und Eulenstation

Auf den Namen Katharina hört eine Adlerdame, die bislang im Saarland lebte und nun im Eichsfeld ein neues Zuhause gefunden hat. In seiner Greif- und Eulenstation des Naturschutzbundes (Nabu) Deutschland in Rüdershausen hat Friedrich-Karl Schöttelndreier das vier Jahre alte Tier in Dauerpflege genommen.

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