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CDU-Abgeordnete gedenken der Opfer

Landtagsfraktion tagt in Duderstadt CDU-Abgeordnete gedenken der Opfer

Als „angemessene Würdigung“ des Jahrestages der Grenzöffnung bezeichnete David McAllister die Sitzung der CDU-Landtagsfraktion im Duderstädter Rathaus. „Das ist etwas Besonderes“, machte der Fraktionsvorsitzende deutlich, dass die christdemokratischen Abgeordneten selten außerhalb Hannovers tagen.

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Mahnmal am ehemaligen Grenzstreifen: CDU-Landtagsfraktion gedenkt der Opfer.

Quelle: Pförtner

Als „großartig“ und „herausragend“ bezeichnete das Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU) in seiner Begrüßung der Landes-Parlamentarier. Im Bürgersaal des Rathauses ging es dann neben den Themen aus dem Landtagsbetrieb um die Verabschiedung der „Duderstädter Erklärung“.
Wissensdefizite bei Schülern
Darin drückt die CDU-Landtagsfraktion mit Blick auf den 9. November 1989 ihre Dankbarkeit über die Grenzöffnung aus, erinnert an die deutsche Teilung und warnt vor der Verharmlosung der DDR-Diktatur 20 Jahre nach dem Fall der Mauer. Hintergrund der „Duderstädter Erklärung“ sei eine Untersuchung, die erschreckende Wissensdefizite bei Schülern zu deutscher Teilung und DDR ergeben habe. „Der Unterschied zwischen Demokratie und Diktatur war einer Mehrzahl der Schüler nicht geläufig“, so McAllister. Deshalb bekräftige die CDU-Fraktion mit der „Duderstädter Erklärung“ ihr Ziel, das Thema SED-Diktatur als wichtigen Bestandteil des Geschichtsunterrichts zu verankern, „gerade in Zeiten, in denen die Linke im Niedersächsischen Landtag sitzt“. Damit werde auch ein Beschluss der Kultusministerkonferenz umgesetzt, die Lehrpläne entsprechend umzugestalten, ergänzte die zuständige Fachministerin Elisabeth Heister-Neumann.
Kranzniederlegung
Nach der Fraktionssitzung fuhren die Abgeordneten zum Grenzlandmuseum Eichsfeld. Als Anerkennung der Arbeit der Einrichtung wertete das Duderstadts Landtagsabgeordneter Lothar Koch. Er verwies auf die Förderung der Einrichtung durch das Land Niedersachsen. Bei dem Abstecher der niedersächsischen Abgeordneten über die thüringische Landesgrenze stand das Gedenken im Mittelpunkt. McAllister legte am Grenzmahnmal einen Kranz nieder.
Über 130 Menschen hätten an der Mauer ihr Leben verloren, sagte er zu den versammelten Abgeordneten. Über 1200 Opfer habe es insgesamt an der innerdeutschen Grenze gegeben. „An deren Schicksal wollen wir uns heute erinnern“, forderte er zu einer Schweigeminute auf. Der Dreiklang der „Duderstädter Erklärung“ von Dankbarkeit, Erinnerung und Mahnung wurde von McAllister auch an dieser Stelle intoniert.
Ein Video zur Tagung der CDU-Landtagsfraktion in Duderstadt finden Sie hier

Von Ulrich Lottmann

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