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Camp soll zum 1. Juni eröffnet werden

Kolping-Familienferienstätte Pferdeberg Camp soll zum 1. Juni eröffnet werden

„Zum 1. Juni werden wir das neue Feriencamp im Familien-Ferien­zentrum Pferdeberg eröff­nen“ – sagt Klaus Bechtold, Vorsitzender des Kolping-Familien­werks: „Wir sind mit den Arbeiten voll im Zeitplan.“ In insgesamt vier Ferienhäusern soll Gästen eine andere Wohnform als im Haupthaus geboten werden.

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Die drei Bungalows sind mit Eichsfelder Schiefer bedeckt.

Quelle: Arne Bänsch

Duderstadt. Mit dem Feriencamp, in dem am 13. September der erste Spatenstich erfolgte, will das Kolping-Familienwerk weitere Gästesegmente ansprechen, hatte Bechtold schon bei der Erteilung der Baugenehmigung erläutert. Die vier Häuser im Blockhüttenstil seien zum Beispiel geeignet für Landschulaufenthalte beziehungsweise in der Sommerzeit für Familien als Selbstversorger. Die neuen Bauten würden nur aus Mitteln finanziert, die auch erwirtschaftet wurden. Insgesamt ist für die kleine Feriensiedlung ein Gesamtvolumen von 1,5 Millionen Euro eingeplant. Gebaut werden derzeit drei der später vier Bungalows. „Das vierte Modul folgt, wenn die Finanzierung steht“, so Bechtold. Jedes Haus wird drei Appartments enthalten, jeweils eines davon soll behindertengerecht sein. Und jedes Appartment werde mit zwei Schlafräumen mit Platz für bis zu vier Betten ausgestattet. In einer Pantryküche sollen sich die Mieter selbst versorgen können.

Fortschritt beim Campbau der Kolpingferienstätte Pferdeberg

Fortschritt beim Campbau der Kolpingferienstätte Pferdeberg.

Quelle: Arne Bänsch

„Zurzeit werden die Leitungen vom Hauptgebäude zum Feriencamp verlegt“, erklärt Bechtold. Noch sind die mit Eichsfelder Schiefer gedeckten Bungalows von Gerüsten umgeben. Ein Kran und ein Bagger stehen auf der Baustelle. Mittlerweile hat aber auch der Innenausbau begonnen. Im Februar sollen die Häuser fertig sein. Doch mit deren Fertigstellung seien die Arbeiten am Camp noch nicht beendet. Dann müsse zum Beispiel noch der Weg angelegt werden, der vom Parkplatz in einer Schleife zum Feriencamp führen werde. „Wir können nicht die kürzeste Verbindung wählen“, erläutert der Familienwerks-Vorsitzende. Denn um den Weg behindertengerecht zu gestalten, dürfe dieser nur eine Steigung von maximal sechs Prozent aufweisen.

24 Parkplätze und eine Busspur

Im Außenbereich sollen am Wirtschaftsweg noch Parkplätze angelegt werden. Auf der Seite zum Gebäude sollen Autoparkplätze in Fischgrätanordnung eingerichtet werden. Genehmigt seien 24 Parkplätze. Zur anderen Seite soll eine Busspur entstehen. Hier können nach Bechtolds Angaben im Sommer auch Wohnmobile stehen. Um keinen Gegenverkehr zu erzeugen, werde eine Ausfahrt nach hinten geschaffen: „Wir richten so eine Art Kreisverkehr ein.“

Fortschritt beim Campbau der Kolpingferienstätte Pferdeberg

Fortschritt beim Campbau der Kolpingferienstätte Pferdeberg.

Quelle: Arne Bänsch

Dazu sollen Elektro-Ladesäulen errichtet werden. „Wir werden schauen, ob wir eine große oder kleine Lösung wählen“, sagt Bechtold. Die große Lösung wären insgesamt acht Säulen mit mehreren Anschlüssen. „Falls wir uns für die kleine Lösung entscheiden, werden wir aber die nötigen Anschlüsse für eine mögliche spätere Erweiterung bereits verlegen.“ Für die Ladesäulen gebe es derzeit Überlegungen, ob diese auch für andere Nutzer freigegeben werden.

Alternative Energien seien auch ein Thema im Ferienparadies Pferdeberg. „Seit Anfang des Jahres leistet unsere Photovoltaikanlage 99 Kilowatt peak to peak“, sagt Bechtold, „also in der Spitze.“ Insgesamt würden in der Familienferienstätte fast 140 Kilowatt Strom erzeugt, da das Blockheizkraftwerk (BHKW) für fast 40 Kilowatt sorge. Der Einbau des BHKW sei eine der Maßnahmen gewesen, in die das Familienwerk in den Jahren 2009 bis 2015 insgesamt 1,3 Millionen Euro investiert hatte. Ebenfalls dazu zählten eine Wellnessoase, ein Massagestudio sowie die Renovierung der Flure und des Tagungsraumes, der auch mit neuer Medientechnik ausgestattet wurde.

Von Rüdiger Franke

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