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Hundert kleine Schritte für einen großen

Rettung des Duderstädter Hallenbades Hundert kleine Schritte für einen großen

Eigentlich retten sie Leben, doch nun wollen sie dazu beitragen, das Duderstädter Hallenbad zu retten. Während einer „Aktivenkonferenz extra“ haben Mitglieder der DLRG Eichsfeld versucht, erweiterte Nutzungsideen zu entwickeln. Sie wollen ein Programm der „hundert kleinen Schritte“ initiieren.

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FSJler Carlo Bonn bringt einen Vorschlag an die Pinnwand.

Quelle: Franke

Gerblingerode. Dieter Arend, Vorsitzender der Eichsfelder Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG), erklärte, dass das Bad nicht nur saniert werden müsse, sondern auch deutlich mehr Nutzer benötige. Eine Möglichkeit, die die Lebensretter eingehender diskutierten, war ein verändertes Zeitmanagement. „Eventuell müssten statt Hallenzeiten eher Wasserzeiten vergeben werden“, so der stellvertretende Vorsitzende Markus Pötzl. So müssten zum Beispiel die Frühschwimmer, die um 6.30 Uhr beginnen können, bereits spätestens 7.30 Uhr fertig sein, weil danach Schüler an der Reihe wären. „Die treffen sich aber zunächst am Schulstandort und gehen von dort gemeinsam zum Bad“, so Pötzl Von den 90 Minuten einer Doppelstunde würden sie nur 40 Minuten Schwimmen, der Rest wäre Wege- und Umziehzeit. Durch Wasserzeiten könnte der Schwimmunterricht nach Angaben von Arend auch für Schulen von außerhalb attraktiv sein. „Die Schulen müssten mehr machen“, sagte auch Monika Lenatz, Leiterin Sport / Breitensport, und regte darüber hinaus an, durch Schwimm-AGs die Schulen zu weiteren Nutzungen zu animieren. Um diese zu unterstützen, könnte der Verein einen FSJler (Freiwilliges Soziales Jahr) als zusätzliche Betreuung abstellen, da Schulschwimmen immer von zwei Aufsichtspersonen begleitet werden müsse. Da sah Pötzl im Landkreis als Schulträger den besten Ansprechpartner.

„Ich träume davon, eine Fußball- oder Handballbahn zu haben“

Die Steigerung des öffentlichen Badebetriebes bildete ein weiteres Schwerpunktthema. Dazu sollten nach Anregung von Harald Lange möglichst schnell die umliegenden Nachbarn wie das Jugendgästehaus, die Lebenshilfe und der Ottobock-Campus angesprochen werden. Arend brachte Sportvereine als mögliche zusätzliche Nutzer ins Spiel. Dabei sollten diese keineswegs auf die Schnelle eine eigene Sparte ins Leben rufen, sondern vielmehr das Wasser als zusätzliches Bewegungselement im Training nutzen. „Ich träume davon, eine Fußball- oder Handballbahn zu haben“, erklärte er. Auch würde er ein tägliches öffentliches Schwimmen von 14 bis 22 Uhr befürworten. „Auch sonntags und an Feiertagen, denn da hätten die Leute Zeit“, so Arend. Harald Lange nannte die Ausrichtung von Kindergeburtstagen als weitere Möglichkeit.

Alleinstellungsmerkmal in der Region

Das Duderstädter Bad biete mit seinen 3,40 Metern Tiefe auch ein Alleinstellungsmerkmal in der Region, erklärte Arend. Allerdings würde er ein zusätzliches Angebot mit einem kleinen Bewegungsbecken mi Hubboden als kleiner Anbau am Hallenbad begrüßen. „Dieses müsste mit einer Glaswand abgetrennt sein und sich separat heizen lassen“, erläuterte der Vorsitzende. Genutzt werden müsste dieses von morgens bis abends von kommerziellen Anbietern wie Wassergymnastik oder auch Babyschwimmen, das im kalten Schwimmerbecken nicht möglich sei.

Ideen hatten die Lebensretter viele. Jetzt wollen sie möglichst schnell viele Gespräche führen, um diese auch in die Umsetzung zu bringen.

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