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„Das Kaninchen fliegt nicht weg“

Rassekaninchenzüchter „Das Kaninchen fliegt nicht weg“

Es ist die Stunde der Wahrheit für das Widderzwergweißrotauge mit der Vereinsnummer F144. Während einer seiner flauschigen Kollegen noch seelenruhig im Käfig schlummert, wird es genauestens gewogen, vermessen, angehoben und betastet. Das Schlappohr hat Glück, es bringt seinem Züchter 97,5 Punkte ein – Note „vorzüglich“ also. Auf der Duderstädter Rassekaninchenschau darf es sich mit seinen Idealmaßen präsentieren.

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150 Rassekaninchen bei der Schau der Duderstädter Kaninchenzüchter. Vorab findet die Bewertung statt. Hinten: Preisrichter Horst Felde

Quelle: Thiele

Duderstadt. Der Mümmelmann hat das, wonach die Preisrichter André Kirchhoff (Holzminden) und Horst Felde (Dassel) am Donnerstag Ausschau halten. Ein gesundes Gewicht, gerade Zähne, gepflegte Krallen, ein sauberes und dichtes Fell, einen kräftigen Kopf, eine wohlgeformte „Krone“ (Stirn) und eine „blockige“ Körperform mit einem „abgerundeten“ Hinterteil. Also eigentlich alles, was auch den Menschen aneinander gefällt.

Besonders achte Kirchhoff allerdings darauf, dass der Pflegezustand des Tieres in Ordnung sei. „Da setze ich voraus, dass es volle Punktzahl gibt“, sagt der Preisrichter, denn vernachlässigte Kaninchen seien nicht gern gesehen. Neben Widderzwergweißrotaugen gibt es unter anderem auch noch rhönfarbige Kleinwidder, braunes Sachsengold, Havanna-Farbenzwerge, schwarz-weiße Kalifornier, die in einem anderen Leben wohl Pandas geworden wären, Holländer und Lohkaninchen.

„Als Züchter denkt man ständig daran, wie man seine Tiere verbessern kann, und man ist gespannt ob es so kommt, wie man es sich vorgestellt hat“, erzählt Barbara Schneemann, die seit 38 Jahren beim Duderstädter Verein dabei ist. Und warum ausgerechnet Kaninchen und keine Kanarienvögel etwa? „Das Kaninchen fliegt nicht weg“, lacht Schneemann und liefert ein überzeugendes Argument. „Man kann Kaninchen einfach besser händeln, der Umgang mit ihnen macht Spaß und sie sind sogar recht anhänglich. Natürlich muss man fürs Züchten auch ein bisschen verrückt sein.“

Von Anna Kleimann

Die Vereinsschau, hat am Sonnabend und Sonntag von 9 bis 17 Uhr in der Halle der Reisetaubenvereinigung, Max-Näder-Straße 7, geöffnet. Es gibt 150 Tiere aus 19 verschiedenen Rassen zu bestaunen. Außerdem wird bei gemütlicher Atmosphäre Kaffee und selbstgebackener Kuchen angeboten sowie eine Tombola mit Preisgewinnen veranstaltet.
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