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Das Land wo Gott herrscht

Zivildienst in Israel Das Land wo Gott herrscht

Der Duderstädter Christian Haupt war für ein Jahr in Israel, um dort seinen Zivildienst zu leisten. Für das Tageblatt hatte er seine Erlebnisse im Nahen Osten beschrieben. Heute folgt sein Resümee.

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Wasser ist hier Mangelware: Christian Haupt auf einem Ausflug in die Wüste Negev.

Quelle: EF

Alles hat eine bestimmte Zeit, und jedes Vornehmen unter dem Himmel hat seine Zeit. ( Bibel Prediger 1,1) Das kann ich über meine Zeit in Israel sagen, dass nichts dem Zufall überlassen worden ist. Die Menschen, die ich kennen lernte, die Orte die ich sah und den Dienst den ich im Altenheim in Petach Tikvah tat – ich glaube, das alles hatte seinen Grund.

Der Name Israel setzt sich aus dem hebräischen Wort sarah (streiten, herrschen) und el (Elohim = Gott) zusammen – das Land, wo Gott herrscht. Hier ist der Tanach (Altes Testament) wichtigster Bestandteil des Lebens, es wird hier jeder mit dem Thema Glauben konfrontiert. Dies war auch ein Grund, warum ich nach Israel wollte.

In dem Altenheim arbeitete ich auf der Station mit der höchsten Pflegestufe, und das hieß, auch körperlich einen Dienst zu leisten. Alle „meine Alten“ saßen im Rollstuhl, ich ersetzte ihre fehlenden Muskeln. Dafür bekam ich Liebe in solch einem hohen Maß zurück, dass ich sie sehr vermissen werde.

Es gibt so viele Erlebnisse, für die ich dankbar bin, aber für eines ganz besonders, welches alle anderen mit Leben füllt: Ich habe erkennen dürfen, was für einen liebenden Gott ich habe. Dafür muss man nicht nach Israel, aber bei mir war es so, dass Gott mir hier viele Dinge zeigte und verständlicher machte. Unsere Glaubenswurzel, das Judentum, persönlich kennen zu lernen war sehr wichtig für mich, und ich konnte viel davon lernen. Ich reiste mit Freunden durch Israel und lernte das Land kennen: Im Süden die Wüste Negev, im Norden das „Grüne“, im Westen das Mittelmeer und im Osten der See Genezareth, das Tote Meer mit seinen Zuflüssen und den wunderschönen Wasserfällen. Ich habe hier erfahren wie wertvoll das Wasser ist, und dort, wo Wasser ist, da ist auch Leben. Wo kein Wasser ist, wartet man darauf.

Die politische Lage brauche ich hier nicht weiter zu erklären. Auch in Israel wurden Fehler gemacht. Auf einem Ausflug schliefen wir bei Schussübungen ein und bei einem weiteren bekamen wir die größte Trainingsübung im Golan zu hören. Ich habe es zum ersten Mal schätzen gelernt, was es heißt „Frieden“ im eigenen Land zu haben. Aber es gibt immer zwei Seiten einer Medaille. Ich konnte die Gefühle der Menschen hören und nachempfinden. Ein Spruch auf einem Stein hat mich bei diesem riesigen Konflikt zwischen Hass und Macht sehr beeindruckt: „Wir weigern uns, Feinde zu sein.“ So haben die Menschen in Israel ihre eigene Art entwickelt, um mit dieser Situation umzugehen. Also für alle, die nach der Schulzeit etwas Neues entdecken wollen: Gesegnet seien die Kommenden (aus dem Hebräischen).

Von Christian Haupt

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