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„Das steht uns nicht gut zu Gesicht“

Duderstädter Wählergemeinschaft kritisiert mangelnde Sauberkeit „Das steht uns nicht gut zu Gesicht“

Die Sauberkeit der Duderstädter Straßen und Wege hat die Ortsratsmitglieder in ihrer jüngsten Sitzung beschäftigt. Die Wählergemeinschaft Duderstädter Bürger (WDB) appelliert in einem Antrag an die Verantwortlichen, Missstände zu beheben.

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Zigarettenkippen landen auf der Straße.

Quelle: Hinzmann

Duderstadt. Die Sauberkeit der Duderstädter Straßen und Wege hat die Ortsratsmitglieder in ihrer jüngsten Sitzung beschäftigt. Die Wählergemeinschaft Duderstädter Bürger (WDB) appelliert in einem Antrag an die Verantwortlichen, Missstände zu beheben.

Hundekot, Zigarettenstummel und Fastfood-Verpackungen prägen das Bild, öffentliche Plätze, Straßen und Wege sind schlecht oder gar nicht gereinigt. „Die Sauberkeit in Duderstadt lässt sehr zu wünschen übrig. Das steht uns als Erholungsort nicht gut zu Gesicht“, sagte Lothar Dinges (WDB) während der jüngsten Ortsratssitzung. Und er erntete mehrheitlich Zustimmung aus den Reihen der anwesenden Politiker und Zuhörer.

„Helfen Sie uns bitte“

Die Antragssteller liefern dabei gleich sechs Maßnahmen, um die Optik der Stadt zukünftig gerade für Gäste möglichst positiv zu gestalten. So sollen Gewerbetreibende, die Nahrungsmittel in Verpackungen verkaufen, aufgefordert werden, Abfallbehälter und entsprechende Hinweisschilder aufzustellen: „Helfen Sie uns bitte, Ihnen eine saubere Stadt zu präsentieren.“

Punkt zwei wendet sich an Hundebesitzer, die noch einmal schriftlich aufgefordert werden sollen, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner ordnungsgemäß zu entsorgen. Dabei ist das Thema Hundekot bereits ebenso in der „Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung“ geregelt, wie das Verbot, Müll auf der Straße zu entsorgen. Auch die Ordnungsgelder sind dort definiert. Danach kostet jedes geahndete Vergehen mindestens zehn Euro. Ein Betrag, der offensichtlich nicht ausreichend abschreckt. „In manchen Bereichen liegen tausende von Euro auf dem Boden“, kommentierte ein Zuhörer der Sitzung.

Geldpreise als Anreize

Doch die WDB will nicht nur bestrafen, sondern auch Anreize schaffen. So könnte der Ortsrat jährlich Geldpreise vergeben, für besondere Projekte in der Kernstadt, die der Verschönerung des Ortsbildes dienen, lautet ein weiterer Vorschlag. Dabei sollten Bürger in die Findung einbezogen werden.

Und nicht nur der Unrat auf der Straße, auch Unerfreuliches am Straßenrand stößt den Antragstellern übel auf. Leerstehende Schaufenster oder ungeputzte Scheiben unbewohnter Häuser beispielsweise würden ebenfalls einen negativen Eindruck hinterlassen, der sich bei Gästen festsetzen könne. Daher empfiehlt die WDB, freie Flächen zur vorübergehenden Nutzung an Initiativen zu vergeben und die Scheiben in leerstehenden Häusern zumindest einmal im Jahr putzen zu lassen.

Und schließlich will man von Seiten der Wählergemeinschaft den Besuchern der Innenstadt das Geschäft erleichtern. Mit der bundesweit bekannten Aktion „Nette Toilette“ soll das bestehende Angebot der öffentlichen Bedürfnisanstalten ergänzen. Dabei stellen Gastronomen, Händler oder sogar Anwohner der Öffentlichkeit ihre WCs zur Verfügung – in der Regel gegen eine von der Kommune zu zahlende Kostenerstattung. Das Projekt ist auch in anderen Städten der Region, wie Hann. Münden, Osterode oder auch Göttingen zumindest im Gespräch gewesen.

Wie die Duderstädter mit dem Thema Sauberkeit in Zukunft umgehen wollen, soll jetzt zunächst in den Fraktionen beraten werden. Es wird den Ortsrat also weiterhin beschäftigen.

Von Markus Scharf

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