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Debatte um vereintes Eichsfeld geht weiter

Eichsfelder Heimatzeitschrift Debatte um vereintes Eichsfeld geht weiter

Von gedanklicher Vielfalt und emotionaler Wertigkeit seien die Beiträge zur Diskussion um ein vereintes Eichsfeld geprägt. So leitet Helmut Mecke, Herausgeber der Eichsfelder Heimatzeitschrift, eine Reihe von Texten zur Debatte ein. „Quo vadis Eichsfeld? – Gedanken zu Sinn und Chancen eines vereinten Eichsfeldes“ ist zum zweiten Mal Titelthema.

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Grenzenlos: Ausschnitt der Eichsfeldkarte, entnommen aus Karl Hüther, „Das Eichsfeld im Bild alter und neuer Karten“.

Quelle: Mecke

Duderstadt. Die Texte kündeten sowohl von tiefer Heimatliebe wie von Realitätsnähe, fasst Mecke zusammen. Tatsächlich bewegen sich die Beiträge in einem breiten Spektrum, inhaltlich wie qualitativ. Zusammen bieten sie einen Eindruck von der Gefühlslage, den Motiven und den Argumenten der Autoren.

Soziologischer Akzent

Wirtschaftliche, historische und politische Aspekte werden angesprochen, vereinzelt persönliche Befindlichkeiten offenbart. In der Mehrzahl nähern sich die Autoren dem Thema mit großer Ernsthaftigkeit. Eine Gruppe von Autoren erklärt, dass ein vereintes Eichsfeld grundsätzlich wünschenswert sei, die Landesgrenze aber auch nicht wirklich störe. Der Marburger Stadtarchivar Ulrich Hussong begründet das historisch, Ulrich Gabel (Geschäftsführer der Eichsfeldwerke) ökonomisch. „Die Vergangenheit hat gezeigt, dass auch Grenzen diese Gemeinsamkeiten nicht beseitigen können, solange sie von den Menschen gewollt sind“, setzt Gerblingerodes Ortsbürgermeister Dieter Thriene (CDU) den soziologischen Akzent in dieser Gruppe.

Kämpferischer Appell

Andere Autoren plädieren deutlicher für die Vereinigung des Eichsfelds. Zurückhaltend formuliert der Duderstädter Sparkassendirektor Alfons Wüstefeld: „Für das Eichsfeld und die Fortführung seiner Erfolgsgeschichte wäre eine einheitliche Administration meines Erachtens von großem Vorteil.“ Kämpferisch appelliert die Duderstädterin Renate Ewers: „Jetzt müssen wir diesen Traum umsetzen, ein geeintes Eichsfeld zu werden.“

Erstaunliche Parallelen

Zehn Veröffentlichungen verschiedener Autoren ergänzen die elf Texte der ersten Ausgabe zu diesem Thema. Vertieft werden sie durch zwei längere Beiträge. Helmut Rosenthal blickt zurück auf 1990, als die Debatte um ein vereintes Eichsfeld schon einmal geführt wurde. Erstaunliche Parallelen werden deutlich. Und Gerold Wucherpfennig liefert in seinem etwas sperrig betitelten Aufsatz „Gedanken über die administrative Einheit des Eichsfelds“ Argumente für Vereinigungsbefürworter. Sachlich dekliniert er die Option vereintes Eichsfeld administrativ, juristisch, europa- und sogar parteipolitisch durch. Sein Ergebnis: Ein vereintes Eichsfeld in Thüringen ist sinnvoll und möglich, gleichzeitig aber „äußerst unwahrscheinlich“.

► Die Eichsfelder Heimatzeitschrift, Mai 2013, ist erhältlich bei Mecke Druck & Verlag. Info: Telefon 055 27 / 981 922, oder im Internet meckedruck.de.

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