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Deutsches Haus in Duderstadt abgerissen: Hier wohnen bald Senioren

Klaffende Lücke Deutsches Haus in Duderstadt abgerissen: Hier wohnen bald Senioren

Im ansonsten geschlossenen Fachwerkensemble der Hinterstraße klafft eine Lücke und sorgt für irritierte Blicke. Das ehemalige Hotel Deutsches Haus, das schon seit Jahren Geschichte ist, steht nicht mehr. Die Abrissbirne hat den Weg für einen Neubau geebnet.

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Klaffende Lücke in der Hinterstraße: Das ehemalige Hotel Deutsches Haus steht nicht mehr.

Quelle: Blank

Duderstadt. In Kombination mit dem Nachbarhaus soll das Altenpflege- und Senioren-Wohnheim Am Park erweitert werden.

Das Deutsche Haus war schon seit Jahren eine Ruine. 2005 hatten Einbrecher in dem leerstehenden Gebäude Waschbecken herausgerissen und Wasserhähne aufgedreht.

Über Tage hinweg trat damals Wasser aus und richtete erheblichen Schaden an dem Fachwerkhaus in Lehmbauweise mit massivem Erdgeschoss an.

Vor fünf Jahren erwarben dann Karl-Heinz Ernst und Hermann Josef Hoppmann das ehemalige Hotel in der Hinterstraße 29, Anfang dieses Jahres auch das benachbarte Fachwerkhaus Hinterstraße 31.

Die Investoren haben große Pläne für das Areal zwischen Löwengasse, Hinter der Mauer und dem Amtsgericht in der Hinterstraße.

Das zentral gelegene Heim Am Park mit rund 60 Mitarbeitern und derzeit 76 Bewohnern soll auf rund 100 Plätze erweitert, außerdem 38 seniorengerechte Wohnungen in einer Größenordnung von 40 bis 75 Quadratmetern geschaffen werden.

Die Abrissgenehmigung für das Deutsche Haus, das wie die Nachbarhäuser unter Ensembleschutz stand, lag schon seit längerer Zeit vor, die Baugenehmigung für den Neubau steht noch aus.

„Zukunftsorientierte Fortentwicklung“

Letzterer stehe allerdings bis auf Feinabstimmungen nichts mehr im Wege, sagt Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU).

Nach intensiven Abwägungen und Einschaltung der Landesdenkmalpflege habe man dem Abriss zugestimmt, der Neubau werde sich in den Straßenzug einfügen, ohne historisierend zu sein.

„Der Abbruch war der Schlüssel zu einer zukunftsorientierten Fortentwicklung mit Angeboten für Senioren und der Schaffung von Arbeitsplätzen“, betont Nolte und begrüßt das Großprojekt: „Duderstadt braucht Investitionen – gerade in der Kernstadt.“

Es sei erfreulich, dass im Zuge der „Quartiersentwicklung der besonderen Art“ jetzt auch das benachbarte Fachwerkhaus einbezogen und saniert werden könne.

Das wollen Hoppmann und Ernst im nächsten Schritt angehen. Zunächst soll auf der Abrissfläche ein energetischer Massivbau mit drei Obergeschossen entstehen, bis in die Spitze ausgebaut und anders als zuvor brandschutztechnisch von den Nachbarhäusern getrennt.

Für das Seniorenheim waren bereits 1990 die Häuser Hinterstraße 21 bis 25 erworben und umgebaut worden. Drei Jahre später kam mit der Hinterstraße 27 bereits eine Erweiterung hinzu.

Viele neue Möglichkeiten

2004 übernahmen Hoppmann und Ernst zudem das Alten- und Pflegeheim Haus Elisabeth in Wollbrandshausen, das sie zwei Jahre später von Grund auf energieeffizient sanierten, auf Erdwärme umstellten und mit einer Lüftungsanlage ausstatteten.

Und im vergangenen Jahr eröffneten sie in Bernshausen die Tagespflege Am See.

Ins Erdgeschoss des Ensembles zwischen Hinterstraße 29 bis 31 und Hinter der Mauer in Duderstadt soll jetzt eine neue Küche samt Speiseraum für die gesamte Einrichtung Am Park entstehen, die Wäscherei im Keller erweitert werden.

Außerdem sind ein neues Bettenhaus, Altenwohnungen und ein geräumiger Wintergarten mit Innenbegrünung und großer Glasfront mit Blick auf Innenhof und Amtsgericht geplant.

Im Zuge der Erweiterung soll das Haus Am Park von Gasheizung mit Blockheizkraftwerk großteils auf Erdwärme umgestellt, auch das Abwasser der Wäscherei über einen Wärmetauscher der Wärmepumpe zugeführt werden.

„Durch die Erweiterung bieten sich viele neue Möglichkeiten, vom Wohnen über die Pflege bis zur Therapie“, betont das Investoren-Duo aus Fuhrbach.

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