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Was Günterser wollen

HAWK-Umfrage Was Günterser wollen

Die Günterser geben ihrem Dorf gute Noten. Sie bemängeln allerdings schlechte Anbindungen im öffentlichen Nahverkehr. Einige Gruppen fühlen sich im Dorf zudem nicht gut integriert. Das sind die Ergebnisse einer Befragung der Einwohner durch Studenten.

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Die Günterser geben ihrem Dorf gute Noten.

Quelle: Hinzmann

Güntersen. Im Dezember konnten Günterser Einwohner ab 15 Jahren Fragebögen über das Leben in ihrem Dorf ausfüllen. Ein Drittel der Berechtigen habe sich beteiligt, erklärt Güntersens Ortsbürgermeister Norbert Hasselmann (WGL). Dies sei ein gutes Ergebnis.

Der Lebensqualität in ihrem Dorf geben die Günterser eine Zwei plus. Von 228 Befragten gaben 141 die Note Zwei und 59 die Note Eins. Unter den Befragten lebten 93 schon immer in Güntersen, 100 sind Zugezogene und 35 hatten zwischenzeitlich an einem anderen Ort gelebt.

Bei den Gründen, Güntersen eventuell zu verlassen, wurden häufig eine eingeschränkte Mobilität im Bereich der öffentlichen Verkehrsmittel und eine unzureichende Infrastruktur genannt.

Günstige Lebenshaltungskosten, familiäre Gründe und Immobilienbesitz sind dagegen Gründe, die oft dafür genannt wurden, in Güntersen bleiben. Sehr wichtig oder wichtig ist fast allen, die an der Befragung teilnahmen, die Gemeinschaft im Dorf. Rund drei Viertel gaben an, dass ihnen dörfliche Traditionen und Veranstaltungen wichtig sind.

Was die Günterser an ihrem Dorf mögen, wird auch bei Antworten auf Fragen nach der Zufriedenheit mit einzelnen Teilaspekten deutlich. Die besten Noten erhalten im Schnitt die nachbarschaftlichen Beziehungen und die Kinderfreundlichkeit im Dorf. Auch die Sicherheit im Dorf und die Sport- und Freizeitmöglichkeiten werden als gut beurteilt. Auch noch als gut werden die Einkaufsmöglichkeiten im Dorf, in dem es noch einen Dorfladen gibt, angesehen. Weniger groß ist die Zufriedenheit mit Dienstleistungsangeboten im Dorf, und die mit Abstand schlechteste Note erhalten die Busverbindungen. Bei der Frage, was Güntersen attraktiver machen könnte, wird zudem wiederholt die Ausweisung von Bauplätzen gefordert.

Es gibt allerdings offenbar auch Gruppen, die sich im Dorf nicht gut angenommen fühlen. Auf die Frage danach, wie  sie die  Dorfgemeinschaft empfinden, entschieden sich 25 Einwohner für die Antwort, sie fühlten sich nicht gut integriert. 24 wählten die Antwort: „Es wird sich aus dem Weg gegangen.“ 18 wählten die Rubrik „Sonstiges“. Bei den dort selbst formulierten Gründen taucht wiederholt die Bemerkung auf, dass es schwierig sei, als Zugezogener Anschluss zu finden.

Die Angaben gehen auf eine Umfrage von Studenten der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) Hildesheim / Holzminden / Göttingen unter Leitung von Prof. Anke Kaschlik zurück. Eine umfangreiche Auswertung der Daten  soll im Frühling in Güntersen durch Vertreter der HAWK präsentiert werden. Für Hasselmann bietet das Datenmaterial den Ausgangspunkt dafür, auch künftig für alle Generationen ein lebendiges Leben und Wohnen in Güntersen zu gestalten.

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