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Flecken will ehemalige Albert-Schweitzer-Schule kaufen

Adelebsen Flecken will ehemalige Albert-Schweitzer-Schule kaufen

Der Flecken Adelebsen kauft das ehemalige Albert-Schweitzer-Schulgelände vom Landkreis Göttingen. Das hat der Rat mehrheitlich beschlossen. Damit sich das Defizit des Fleckens nicht weiter erhöht, sollen der zweite und dritte Bauabschnitt beim Grundschulumbau zunächst ausgesetzt werden.

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Der Flecken Adelebsen kauft das ehemalige Albert-Schweitzer-Schulgelände vom Landkreis Göttingen.

Quelle: Peter Heller

Adelebsen. Eine gute Nachricht konnte Bürgermeister Holger Frase (SPD) dem Rat zu Beginn mitteilen. Laut Gutachten, das die Gemeinde in Auftrag gegeben hat, wurden in der Schule nur geringe Mengen an Schadstoffen (Asbest und Mineralwolle) festgestellt. Ihre Entsorgung erhöht die Abrisskosten von bisher geschätzten 420000 Euro auf 435000 Euro. Um diesen Betrag verringert sich der Kaufpreis, den der Flecken dem Landkreis zahlen muss.

Nur einen Euro muss Adelebsen für Flächen zahlen, die auch künftig dem Gemeinwohl dienen. Das sind der Weg, der über das Gelände zur Grundschule führt (640 Quadratmeter), die Feuerwehrzufahrt (1200 Quadratmeter) sowie eine 1000 Quadratmeter große Fläche neben der Kindertagesstätte, auf der der Flecken mittelfristig eine Krippe bauen lassen will.

Neu hinzugekommen ist am Dienstag der 1000 Quadratmeter große Schulgebäudeteil neben der Sport- und der Schwimmhalle. Die benachbarte Grundschule hätte dann, so die Idee des Rates, ausreichend Räume, in die sich Inklusionskinder zurückziehen können. Solche Räume sollten nach bisheriger Planung während des zweiten Bauabschnitts in der Grundschule entstehen. Außerdem sollen im Gebäudeteil das Mehrgenerationszentrum unterkommen, Proben der Theatergruppe sowie Blutspenden stattfinden. Dafür sollte mit dem dritten Bauabschnitt in der Grundschule Platz geschaffen werden.

Auf diese Lösung hatte sich im Vorfeld die SPD-Mehrheit im Rat gemeinsam mit der Opposition, der CDU und der FDP/Pro Barterode geeinigt. Bürgermeister Frase warb vergebens dafür, die Bauabschnitte zwei und drei wie geplant durchzuführen und das alte Schulgelände trotzdem zu erwerben. Der Bürgermeister fürchtet, gesetzliche Auflagen zur Inklusion nicht fristgerecht erfüllen zu können.

Einigkeit herrschte im Rat darüber, dass der Flecken die restliche Fläche des ehemaligen Schulgeländes, 5000 Quadratmeter, als Mischgebiet entwickelt und vermarktet. Dafür muss der Bebauungsplan geändert werden.

Der Rat beschloss außerdem mehrheitlich im Zuge der Quartiersentwicklung „Raum für Ideen“ gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde und der Diakonie einen Bürgerbusverein zu gründen. Der Verein soll Fördergeld von bis zu 139000 Euro für den Kauf eines achtsitzigen Elektrobusses einwerben. Der Bus würde dann von 25 ehrenamtlichen Fahrern, die noch gesucht werden, zweimal jeweils am Vor- und am Nachmittag alle sieben Ortsteile anfahren. Der Verein will so insbesondere Senioren mit Rollator oder im Rollstuhl Einkauf oder Arztbesuch in Adelebsen ermöglichen.

Von Michael Caspar

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