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Kohlenstoffdioxid soll reduziert werden

Wohnkonzept Adelebsen Kohlenstoffdioxid soll reduziert werden

Ein energetisches Quartierskonzept hat der Flecken Adelebsen im vergangenen Jahr erarbeitet. Bei der zweiten Quartiersversammlung im Alma-Louisenstift in Adelebsen wurde dieses den Einwohnern vorgestellt.

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Patrick Spies, Claudia Mucha und Holger Frase stellte gemeinsam das Konzept für das Wohnquartier vor.

Quelle: Foto: Wölk

Adelebsen. Die Einwohner waren aber bereits an der Entstehung des Konzeptes beteiligt. „Eine entscheidende Frage war, wie können wir das Quartier zukunftsfähig gestalten“, berichtete Patrick Spies von der Energieagentur Göttingen, die das Projekt betreut. Zum Quartier in Adelebsen gehören außer zahlreichen Wohngebäuden auch die Grundschule und das Rathaus. „Wir haben in diesem Bereich eine Mischfunktionszone, die sich gut für das Quartierskonzept eignet“, erklärte Spies. Gut findet er, dass von den Anwohnern des Quartiers auch eigene Vorschläge mit eingebracht wurden.

Unter anderem wurde aus dem Beirat des Wohnquartiers die Idee von sogenannten Mitfahrerbänken eingebracht, die bereits umgesetzt wurde.“ Hinter den Projekten steckt viel ehrenamtliches Engagement“, so Spies. Während der Versammlung konnten auch die Prototypen für die Schilder an den Bänken von Werner Lindemann vorgestellt werden. Diese sollen in den kommenden Wochen in der Nähe der Bänke angebracht werden. „Damit können die Nutzer dann noch besser anzeigen, wo sie hinwollen“, sagte Spies.

Zwei Klimaszenarien erarbeitet

Ein Hauptaugenmerk bei dem Quartierskonzept liegt auf der energetischen Sanierung. Hierbei können Anwohner ihr Haus nach den neusten Klimastandarts sanieren lassen. Hierdurch kann Energie eingespart werden. Die Untersuchung auf mögliche Einsparpotenziale haben Claudia Mucha und Niklas Brokamp von der complan Kommunalberatung aus Potsdam berechnet.“Wir haben bei der Berechnung zwei Szenarien zugrunde gelegt. Einmal das Klimakonzept, das aus unserer Sicht realistisch ist, und zum anderen, das „KlimaPluskonzept“ für das allerdings extreme Einsparungen nötig wären“, erklärte Mucha. Derzeit betrage die Emission im Quartier bei Wärme pro Jahr 2393 Tonnen Kohlenstoffdioxid, bei Strom seien es 800 Tonnen. „Dies macht pro Haushalt eine Jahresemission von 7,3 Tonnen im Wärmebereich und 2,4 Tonnen Kohlenstoffdioxid beim Strom“, erklärte Mucha den Teilnehmern. Im Klima-Konzept könne die Emission im Jahr 2030 auf 1337 und 2050 auf 553 Tonnen im Wärmebereich reduziert werden. Beim Strom gebe es nach den Berechnungen 2030 noch eine Emission von 462 und 2050 von 230 Tonnen. Die Werte beim Strom bleiben laut Mucha auch im KlimaPlus-Konzept identisch. „Im Wärmebereich wäre aber eine weitere Reduzierung auf 1202 Tonnen in 2030 beziehungsweise 228 Tonnen in 2050 möglich“, sagte Mucha. Zudem wies sie darauf hin, dass die Kohlenstoffdioxidemission im Jahr 2050 nur noch durch die Herstellung von zum Beispiel Solaranlagen zustande komme, und das Wohnquartier in Adelebsen ansonsten Kohlenstoffdioxid neutral sei. „Was das energetische Konzept angeht, gibt es vor allem bei den Gebäuden noch ein größeres Einsparpotenzial“, berichtete Mucha.

Ein Punkt, der ursprünglich auch zu den großen Ideen gehörte, war die Mobilität, doch diese hat sich jetzt bei den Untersuchungen als doch nicht so ganz entscheidend für das Quartier herausgestellt, dennoch sollen am Bahnhof Park und Ride Parkplätze entstehen. Der Bürgermeister des Fleckens Holger Frase (SPD) betonte, dass auch weiterhin Ideen von den Bürgern eingebracht werden können. „Das Konzept soll nicht für die Schublade sein, sondern wir wollen weiterhin damit arbeiten“, sagte er. Zudem soll es in Zukunft weitere Quartiersversammlungen geben. Über die bisher 31 geplanten Maßnahmen konnten die Bürger sich während der Veranstaltung anhand von Plakaten informieren.

Von Vera Wölk

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