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Bovender Ordensritter sammeln für neues Quartier

Pfadfinder Bovender Ordensritter sammeln für neues Quartier

Der „Stamm Ordensritter“ im Bund der Pfadfinder braucht ein neues Vereinsheim und sammelt dafür Spenden. Er hat jetzt die Möglichkeit das Schützenhaus des Schützenvereins in Bovenden für 75000 Euro zu kaufen. Die Renovierung würde darüber hinaus 25000 Euro kosten.

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Zu klein: Die bisherigen Räume der Bovender Pfadfinder müssen zurzeit auch noch als Materiallager dienen.

Quelle: r

Bovenden. Unter dem Motto „Jugend erzieht Jugend“ basteln, werken und wandern die Pfadfinder im „Stamm Ordensritter“ seit 31 Jahren. Seit zehn Jahren finden die wöchentlichen Gruppenstunden jeden Mittwoch im obersten Stockwerk der Alten Schule in Bovenden statt. Die Gemeinde stellt ihre Jugendräume den Mitgliedern zwischen sechs und 18 Jahren zur Verfügung.

„Das größte Problem ist der Platzmangel“, so Vorstandsmitglied Leoni Michalak. Der Verein wachse stetig: „Vor zwei Jahren hatten wir 60 Mitglieder, jetzt sind es schon 90.“ Weitere Probleme seien das undichte Dach, das Teile der Räume „unbrauchbar“ macht, und eine Kündigung für das externe Zeltlager. Der Vermieter habe Eigenbedarfs angemeldet. Nun lagern zusätzlich alle Zelte und das Küchenmaterial des Vereins in den Jugendräumen.

„Die Jugendhilfe hat uns noch Teile der Räume im ersten Stock für die Unterbringung der Materialien zur Verfügung gestellt“, so Malte Kaule, ebenfalls Vorstandsmitglied. Diese liegen gestapelt in Kisten, über Sofalehnen und in Regalen. „Bei dem Chaos, weiß man nicht mehr, wo welches Material liegt“, so Kaule. „Es ist nicht wirklich angenehm im ersten Stock zu lagern und die Kisten hoch und runter schleppen zu müssen.“ Das wäre im neuen Vereinsheim anders: „Da ist das Lager ebenerdig und man kann mit dem Auto ran fahren.“ Einfachere Beladungen würden die häufigen Zeltlagerbesuche in- und außerhalb Deutschlands erleichtern.

„Wie man sich Pfadfinder vorstellt, genau das machen wir auch“, erklärt Michalak. Dazu gehöre auch, Hütten im Wald bauen. „Nur haben wir hier kein Wald“, fügt er an. Eine Spielstraße grenzt an das Gemeindehaus und biete nicht die Möglichkeit für die Themen Natur und Umwelt. Das neue Heim hingegen habe ein großes Außengelände und sei nur zehn Minuten vom Wald entfernt.

Das ehemalige Schützenhaus biete die „perfekten“ Möglichkeiten für den Verein. Die alte Schießhalle solle in mehrere Gruppenräume eingeteilt und Fenster eingebaut werden.

„Die Gemeinde schätzt unser Engagement in Bovenden sehr und hat uns daher einen Zuschuss von 10000 Euro bewilligt. Zusammen mit unseren Eigenmitteln und den ersten Spenden haben wir so bereits nach kurzer Zeit mit 25000 Euro das erste Viertel des Ziels erreicht“, so Kaule. Da Baugrund in Bovenden sonst sehr teuer sei, wäre das Haus eine „super Chance“.

Da es „sehr schwierig ist für so einen jungen Verein ein so großes Projekt zu stemmen“, seien Spenden erwünscht und notwendig. Online unter heim.stamm-ordensritter.de kann gespendet werden.

Von Madita Eggers

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