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Bovender fordern Bürgerbefragung zur Nanofiltration

Weiches Wasser Bovender fordern Bürgerbefragung zur Nanofiltration

Sollen die Bovender ihr hartes Wasser durch Nanofiltration aufbereiten, statt weicheres Wasser aus Göttingen zu beziehen? Eine Abstimmung darüber wollen zwei Bovender mit einem Bürgerbegehren durchsetzen. „Die Verwaltung prüft die Zulässigkeit“, erklärte Bürgermeister Thomas Brandes (SPD) am Freitag.

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Quelle: dpa

Bovenden. Die Bürgerbefragung im September, so Brandes während der Sitzung des Gemeinderats, habe mit 55 Prozent der Stimmen für Göttinger Wasser „ein eindeutiges Ergebnis“ erbracht. Die Wahlbeteiligung sei mit 75 Prozent der 12000 stimmberechtigten Bürger hoch gewesen. Trotzdem herrsche in der Bürgerschaft Unzufriedenheit, hielt Reinhard Bodenburg (FWG) dagegen. Die Freien Wähler würden daher die Umsetzung des Wählervotums nicht geschlossen mittragen. Hans Doil (LKR) warnte, dass das weiche Wasser trotz Silikat- und Phosphatzugaben zu Rohrbrüchen führen könne.

In der SPD habe es während der „langen, intensiven und hitzigen Debatte“ Stimmen für die Nanofiltration gegeben, hielt SPD-Fraktionschef Thorsten Heinze fest. Das Verfahren sei aber bei der CDU aufgrund höherer Investitionen und der Entsorgungsproblematik von Rückstände auf Ablehnung gestoßen. Diese klare Positionierung habe die Christdemokraten bei den Kommunalwahlen sicher Stimmen gekostet, ergänzte CDU-Fraktionschef Harm Adam.

Rat entschied für Göttinger Wasser

Der Rat entschied sich bei drei Gegenstimmen und vier Enthaltungen für den Bezug von Göttinger Wasser. Die Gemeindewerke Bovenden sollen nun Verhandlungen mit den Stadtwerken Göttingen führen.

Den Haushaltsplanentwurf 2018 brachte Kämmerer Lutz Kiefer ein. Im Ergebnishaushalt ständen Erträgen in Höhe von 21 Millionen um 12.500 Euro niedrige Aufwendungen gegenüber. Der Haushalt sei damit aufgrund guter Steuereinnahmen, der bisherigen Konsolidierungsmaßnahmen und „strikter Ausgabendisziplin“ im dritten Jahr in Folge ausgeglichen. Ein positiver Einmaleffekt seien die Überschüsse aus der Vermarktung von Baugebieten.

Kreditaufnahme in Höhe von 2,5 Millionen Euro

Der Entwurf, so Kiefer, sehe im Finanzhaushalt „erhebliche Investitionen“ vor. 4,5 Millionen Euro gebe der Flecken unter anderem für das neue Dach der Turnhalle in Eddigehausen, den Stadumbau Bovenden West und einen zweiten Rettungsweg in der Grundschule Reyershausen aus. Das mache eine Kreditaufnahme in Höhe von 2,5 Millionen Euro notwendig. Er halte diesen Betrag „für zu hoch“. Kiefer forderte die Ratsmitglieder auf, „äußerst kritisch“ über die Investitionen zu beraten. Ende des Jahres werde Bovenden einen Schuldenstand von 17,2 Millionen Euro erreichen.

Kritisch äußerte sich der Kämmerer über die Kreisumlage. 2018 werde der Flecken dem Landkreis 6,6 Millionen Euro zahlen, 311.000 Euro mehr als in diesem Jahr. Positiv sei es, dass der Landkreis künftig einen Betriebskostenzuschuss für Kindertagesstätten in Höhe von 320.000 Euro zahle. Einer entsprechenden Vereinbarung hatte der Rat zuvor zugestimmt. Die Gemeinde, so Kiefer, gebe allerdings in diesem Bereits jährlich drei Millionen Euro aus.

Von Michael Caspar

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