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170 Jahre Männergesangverein Lenglern

Gemeinsames Singen in der Kirche 170 Jahre Männergesangverein Lenglern

Der Männergesangverein Lenglern feiert dieses Jahr sein 170-jähriges Bestehen. Daher veranstaltet er am Sonntag, 29. Oktober, ab 15 Uhr ein offenes Singen in der St.-Martini-Kirche in Lenglern.

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Der Männergesangverein Lenglern feiert dieses Jahr sein 170-jähriges Bestehen.

Quelle: r

Lenglern. Hierbei wird nicht nur der Chor eine Auswahl seiner Lieder singen, sondern auch die Besucher haben, zwischen den Auftritten des Männergesangvereins, die Gelegenheit unter Anleitung von Dirigent Ditmar Wiederhold Volkslieder zu singen. Dem Männergesangverein, der am 7. März 1847 gegründet wurde, gehören derzeit 24 aktive und elf passive Sänger an. Direkt nach der Gründung vor 170 Jahren waren es 20 Männer, die sich im Sommer einmal und im Winter zweimal pro Woche zum Üben in der Schulstube trafen.

„Wir haben bei unseren derzeitigen Sänger einen Altersdurchschnitt von 75 Jahren“, berichtet Vorstandsmitglied Willi Fricke. Versuche, in den vergangenen 30 Jahren jüngere Sängern für den Chor zu begeistern, seien misslungen. Auch die zwischenzeitliche Kooperation mit einem Bovender Gesangsverein sei gescheitert, da sich der Bovender Verein aufgelöst habe. „Gesang ist in Lenglern generell ein schwieriges Thema, denn dem Frauenchor und dem Vokalensemble geht es nicht besser. Der Frauenchor ist wegen fehlender Mitglieder schon gar nicht mehr in der Lage, aufzutreten“, sagt Fricke.

„Ännchen von Tharau“ erstes Lied

Aus der Chronik zum Jubiläums des Chors 1897 wird ersichtlich, dass das erste Lied, was die Sänger einstudierten „Ännchen von Tharau“ war. Während sie in den ersten zehn Jahren ihres Bestehens regelmäßig geübt hätten, sei dies danach weniger geworden. Dieser Zustand hielt laut Chronik bis etwa 1875 an. In diesem Jahr wurde dann für den Verein ein Präsident sowie ein aus vier Personen bestehender Vorstand gewählt. 1879 erhielt der Verein seine erste Fahne.

Außerdem ist der Festschrift zu entnehmen, dass die Sänger in dieser Zeit auch erste Auftritte außerhalb Lenglerns hatten. Unter anderem waren sie in Rosdorf, Grone und Holtensen zu Gast. Ab 1890 bedingt durch interne Schwierigkeiten und die beiden Weltkriege gab es nahezu kein Vereinsleben mehr. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs begannen 1946 mehrere Männer damit, den Verein wiederzubeleben. In den folgenden Jahren wurde der Männergesangverein zu einem gemischten Chor. Allerdings endete dieser mit dem Tod des damaligen Dirigenten.

Erst 1987 gab es dann wieder sangesfreudige Männer in Lenglern, die bereit waren, den Männergesangverein wieder ins Leben zu rufen. Seitdem treten die Sänger regelmäßig zum Volkstrauertag und bei den Seniorenfeiern auf. „In der Adventszeit gibt es außerdem immer ein Chorkonzert. Und einmal im Jahr veranstalten wir einen Liederabend“, sagt Fricke. An den Liederabenden würden befreundete Chöre zum Beispiel aus Elliehausen, Gladebeck, Nikolausberg und Schoningen teilnehmen.

Die Wiedereinführung eines gemischten Chors, um den momentanen Mitgliedermangel auszugleichen, sei kein Thema, da der Frauenchor ebenso überaltert sei wie der Männergesangverein, sagt Fricke.

Die Sänger haben zum 170-jährigen Bestehen die Hoffnung, dass sich durch das gemeinsame Singen in der Kirche doch noch neue Mitglieder finden. Denn das große Ziel der jetzigen Mitglieder sei, dass der Verein in fünf Jahren sein 175-jähriges feiern kann.

Von Vera Wölk

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