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Radweg an alter B 3 im Blick

Bovenden Radweg an alter B 3 im Blick

Eine „Neuordnung der Verkehrsräume“ auf der alten B 3 zwischen Bovenden und Weende könnte zu 70 Prozent aus einem Bundesprogramm gefördert werden. Doch das will der Bauausschuss des Fleckens vorerst nicht nutzen.

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Bovenden. Zur Diskussion stand während der jüngsten Ausschusssitzung die Frage, ob Bovenden für den „Bundeswettbewerb Klimaschutz durch Radverkehr“ eine Förderung der Projektkosten beantragen sollte. Angeregt hatte das der Landkreis Göttingen. 70 Prozent der investiven Kosten könnten gefördert werden, wenn die Gemeindeverbindungsstraße mit angrenzendem Radweg umgestaltet würde. Ein Antrag samt Projektskizze müsste bis spätestens Mai 2018 eingereicht werden.

Der Radweg zwischen Bovenden und Weende sei lediglich durch Leitpfosten von der Straße abgetrennt, und der Belag befand sich lange Zeit in desolatem Zustand. Zwischenzeitlich hatte der Landkreis aufwendige Unterhaltungsmaßnahmen ausgeführt, so dass der Radweg auf Kreisgebiet als „mängelfrei und gut“ eingestuft wird. Gleichwohl weist laut Sitzungsvorlage der Landkreis darauf hin, „dass die Breite nicht den Anforderungen eines Zweirichtungsradweges entspricht“. Steigende Nutzerzahlen seien zu erwarten, wenn entlang alten der B 3 die Radverkehrsfläche breiter und die Verkehrsfläche für den motorisierten Verkehr geringer dimensioniert würde.

Eine Bewerbung um die Fördermittel müssten beide Kommunen – Bovenden und Stadt Göttingen – abgeben und auch die Mittel dafür in den Haushalt einplanen. Kurzfristig sei jedoch seitens der Stadt Göttingen nicht mit entsprechenden Aktivitäten zu rechnen. Eine Verbesserung der Radwegverbindung entlang der Gemeindeverbindungsstraße, so der allgemeine Tenor der Beratung, sei nur zusammen mit der Stadt Göttingen sinnvoll. Und die habe der Verwaltung signalisiert, dass ihr Radverkehrskonzept eine Verbindung nach Bovenden über den Helleweg favorisiere. Die Route entlang der alten B 3 genieße bei der Stadt Göttingen keine Priorität, teilte Bovendens Bürgermeister Thomas Brandes (SPD) mit. Deshalb sollte das Thema „Neuordnung der alten B 3 zunächst nicht weiter verfolgt werden. Allerdings könne ja im Falle neuer Erkenntnisse das Thema wieder aufgegriffen werden.

Bei ihrer Planung für den Bereich Helleweg, merkte Brandes an die Adresse der Nachbarstadt gerichtet an, „hätte die Stadt uns eher ins Boot holen müssen“. Das vor allem auch „wissend um die schwierigen Eigentumsverhältnisse dort“, ergänzte er.

Von Britta Eichner-Ramm

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