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Freie Fahrt für Radfahrer

Radweg eröffnet Freie Fahrt für Radfahrer

Mehr als 20 Jahre hat es von der Feststellung, dass ein Radweg zwischen Emmenhausen und Lenglern nötig ist, bis zu dessen Bau gedauert. Am Donnerstag konnte der Abschnitt nach rund sechs Monaten Bauzeit offiziell eröffnet werden.

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Offizielle Freigabe des Radwegs mit (hinter der Bake v. l.): Bernhard Reuter, Sabine Warkentin, Thomas Brandes, Marianne Stietenroth und Udo Othmer.

Quelle: Christina Hinzmann

Emmenhausen/Lenglern. Der Bovender Gemeindebürgermeister Thomas Brandes (SPD) begrüßte außer Landrat Bernhard Reuter (SPD) und dem Leiter der niedersächsischen Straßenbaubehörde in Bad Gandersheim Udo Othmer auch zahlreiche Radfahrer, die bei der Eröffnung dabei sein wollten. „Mit der Fertigstellung dieses Radweges wurde eine langjährige Forderung der Parteien im Gemeinderat umgesetzt“, sagte Brandes.

Othmer erinnerte in seiner Ansprache daran, dass Autofahrern beim Überholen von Radfahrern oftmals nicht nur die Geduld fehle, sondern sie auch mit zu geringem Abstand an ihnen vorbeifahren. „Die Strecke zwischen Lenglern und Emmenhausen ist zwar kein Unfallschwerpunkt, aber dennoch trägt der Radwegebau zur Verbesserung der Verkehrssicherheit bei“, sagte Othmer. Denn rund 6000 Fahrzeuge fahren täglich auf der Strecke.

Othmer stellte auch noch einmal dar, mit welchen Schwierigkeiten der Bau des Radwegs verbunden war. Denn mehrere Punkte mussten beachtet werden. Unter anderem benötigte der Radweg wegen möglicher Hochwasser eine bestimmte Mindesthöhe. Außerdem gestalteten sich die Verhandlungen mit Grundstückseigentümern schwierig, da auch nicht alle bereit waren zu verkaufen. Dies wiederum machte Neuplanungen erforderlich, weshalb der Radweg jetzt an einer Stelle, nicht wie geplant gerade verläuft, sondern eine Verschwenkung aufweist. Für die Umgestaltung dankte Bürgermeister Brandes dem Landkreis, der gemeinsam mit der Baubehörde diese Lösung erarbeitet hat.

Die Kosten für den 2300 Meter langen Abschnitt betragen 800 000 Euro. Der neue Weg besteht aus Beton, nur bei Emmenhausen gibt es ein kleines Stück, bei dem eine Kombination aus Schotter und Beton gewählt wurde. „Dadurch kann der Weg hier auch mit landwirtschaftlichen Geräten befahren werden“, sagte Othmer. Beim Bau musste zudem auch die Nähe zur Bahnstrecke beachtet werden, denn der Radweg darf nicht zu nah an der Strecke verlaufen. Für die Sicherheit soll in den kommenden Wochen noch ein Geländer angebracht werden. „Dieses Projekt zeigt, gut Ding will Weile haben. Doch jetzt können wir den Weg übergeben“, sagte Othmer.

Landrat Reuter sagte, dass mit den Radwegen zwischen den einzelnen Orten auch die einzelnen Teile des Landkreises miteinander verbunden werden sollen. Außerdem werde das Fahrrad in Zukunft an Bedeutung gewinnen.

Brandes betonte, dass es an der Zeit war, dass der Weg gebaut wurde. Denn die Anzahl der Wege, die Menschen mit dem Fahrrad zurücklegen nehme zu. Dies sei auch eine Folge von E-Bikes und Pedelecs. „Ich möchte mich bei allen Bürgern bedanken, die sich in der Vergangenheit zum Beispiel durch ihre Sternfahrten für den Bau des Radwegs eingesetzt haben“, sagte Brandes. Ein Dank gelte zudem auch den beiden Ortsbürgermeisterinnen Marianne Stiethenroth (SPD) und Sabine Warkertin (Wählergemeinschaft Emmenhausen), die die Verhandlungen mit den Eigentümern geführt haben.

Brandes kündigte außerdem an, dass auch der Radwegebau zwischen Lenglern und Bovenden beschleunigt werden soll, hier übernehme der Flecken die Planung.

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