Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -1 ° wolkig

Navigation:
Gericht stellt Verfahren um Vergewaltigung ein

Dransfeld Gericht stellt Verfahren um Vergewaltigung ein

Sechs Wochen nach Prozessbeginn hat das Landgericht Göttingen das Verfahren um eine mutmaßliche Vergewaltigung in Dransfeld eingestellt. Grund: Die Kammer konnte nicht mit der erforderlichen Sicherheit feststellen, dass der 20-jährige Angeklagte seine Ex-Freundin vergewaltigt hatte.

Voriger Artikel
Spielplatz Braunsgrund soll aufgegeben werden
Nächster Artikel
Versuchter Einbruch in Einfamilienhaus

Die Staatsanwaltschaft hatte den aus Hann.Münden stammenden Angeklagten unter anderem wegen sexueller Nötigung, Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung angeklagt.

Quelle: dpa

Göttingen/Dransfeld. Die Staatsanwaltschaft hatte den aus Hann.Münden stammenden Angeklagten unter anderem wegen sexueller Nötigung, Vergewaltigung und gefährlicher Körperverletzung angeklagt. Der 20-Jährige hatte die Vorwürfe bestritten und lediglich eingeräumt, seine Ex-Freundin beleidigt zu haben. Da es letzte Zweifel gebe und der Angeklagte keine Vorstrafen habe, liege damit nach den Vorschriften des Jugendrechts nur eine geringe Schuld vor, sagte der Vorsitzende Richter Michael Kalde. Aus diesem Grund werde das Verfahren eingestellt.

Gleichzeitig machte der Richter deutlich, dass das Verhalten des Angeklagten zu missbilligen sei: „Auch das, was übrig bleibt, finden wir überhaupt nicht gut“, sagte Kalde. Aus den Ermittlungsakten geht hervor, dass der Angeklagte sich in seinen Mitteilungen ihr gegenüber als „Boss“ bezeichnet und Ausdrücke wie „Fresse polieren“ benutzt hatte. Außerdem habe er sie als „Schlampe“ bezeichnet.

Von Heidi Niemann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Dransfeld
Der Wochenrückblick vom 25. November bis 1. Dezember