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Kompromiss für Spielplatz Braunsgrund

Dransfeld Kompromiss für Spielplatz Braunsgrund

Für den Spielplatz Braunsgrund in Dransfeld, den die Gemeinde eigentlich schließen wollte, zeichnet sich eine Lösung ab. Das haben Unternehmer Benjamin Dannenbeg und Sadtdirektor Mathias Eilers (SPD) am Dienstagabend mitgeteilt.

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Eltern und Kinder setzen sich für die Erhaltung des Spielplatzes Braunsgrund ein.

Quelle: Niklas Richter

Dransfeld. Für den Fortbestand des Spielplatzes Braunsgrund zeichnet sich eine Lösung ab. Das haben die etwa 30 Anwohner und Eltern mit ihren Kindern bei einer Spielplatzdemo am Dienstagabend erfreut vernommen. Bei einem Gespräch im Rathaus am Vormittag war gemeinsam eine Möglichkeit gefunden, worden, den Spielplatz zu erhalten.

Nachdem der Jugendausschuss eine Schließung des Spielplatzes an den Wohngebieten Braunsgrund und Vor den Ellen beschlossen hatte, bot Anlieger und Unternehmer Benjamin Dannenberg der Gemeinde an, Geld in neue Spielgeräte und die Pflege des Platzes für 15 Jahre zu investieren, um im Gegenzug das Grundstück von der Gemeinde zu erhalten. „Wir müssen den Spielplatz unbedingt erhalten“, lautete Dannenbergs Argumentation, immerhin würden in beiden Gebieten etwa 20 bis 25 Kinder unter zehn Jahren leben, aus dem weiteren Umkreis des Spielplatzes kämen zehn bis 15 Kinder.

„Kinder brauchen diesen Spielplatz“

Dannenberg und ein weiterer Anlieger hatten sich nun am Dienstag im Dransfelder Rathaus mit Stadtdirektor Mathias Eilers (SPD) und dem Leiter des Bauamtes, Dirk Aue, verabredet, um über das Angebot zu sprechen. Die Stadt habe sich indes nicht darauf einlassen wollen, berichtete Dannenberg am frühen Abend den etwa 30 Anwohnern mit ihren Kindern, die sich am Spielplatz samt Transparent mit der Aufschrift „Kinder brauchen diesen Spielplatz“ eingefunden hatten. Dennoch wurden die Eltern und Kinder nicht enttäuscht.

Vorgesehen sei, so erläuterte Dannenberg, dass die Stadt den 573 Quadratmeter großen Spielplatz weiterhin beibehalte. Spielgeräte sowie Sand und Fallschutz im Frühjahr sollen auf Kosten der Stadt erneuert und der Baumschnitt einmal im Jahr vorgenommen werden. Im Gegenzug sollen sich die Anwohner und Eltern bei der Pflege des Grundstücks einbringen. Dazu zähle zum Beispiel, regelmäßig Rasen zu mähen und den Sandbereich sauber zu halten. Das sei ein fairer, tragbarer Kompromiss, fasste Dannenberg zusammen. Er sei optimistisch, dass Anwohner und Eltern fortan den Platz pflegen. Das sei nicht nur „stemmbar und organisierbar“, sagte der Unternehmer, sondern „stärkt ja auch den Zusammenhalt“. Der Spielplatz werde auf diese Weise auch zum Treffpunkt für Kinder und Anwohner.

Engagement schafft Gemeinschaft

Eilers begründete am Dienstagabend, warum der ursprüngliche Ansatz Dannenbergs von der Verwaltung nicht befürwortet worden sei. Bei Spielplätzen als öffentlichen Flächen müssten einige Dinge beachtet werden, etwa die Verkehrssicherheitspflicht, für die er nicht einen Privatmann verantwortlich machen wolle. Zudem sei die Infrastruktur Sache der Gemeinde. Die Pflege auf kleinteiligen Spielplätzen wie dem am Braunsgrund sei allerdings sehr aufwendig und koste sehr viel Geld und Zeit, argumentierte Eilers. Auf einem Platz wie am Braunsgrund seien drei Mann zwei Stunden beschäftigt. Insofern wäre das geplante ehrenamtliche Engagement der Eltern und Anwohner ein gangbarer Weg und schaffe außerdem Gemeinschaft.

Falls sich nun auch der Rat der Stadt für diese Lösung aussprechen sollte, „könnten wir Anfang des Jahres aktiv werden“, so Eilers. Dann solle der Sand erneuert und ein Fallschutz angelegt werden. Ein endgültiger Beschluss über den Spielplatz Braunsgrund ist für den 1. November geplant. Möglicherweise finden sich auch Sponsoren, die etwas zum Spielplatz dazugeben, sagte Dannenberg und schlug auch gleich vor, an Stelle des Lkw-Reifens eine Nestschaukel anzubringen. Das sei der Wunsch mancher Eltern mit kleineren Kindern.

Von Britta Eichner-Ramm

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