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Pläne für Dransfeld

Grünspechte und Kletterpark Pläne für Dransfeld

„Das ist ein großer Schritt voran“, meint Mathias Eilers (SPD), Bürgermeister der Samtgemeinde Dransfeld. Der Landkreis Göttingen habe ihm im Januar mündlich mitgeteilt, dass sich auf dem Hohen Hagen trotz einer Grünspecht-Sichtung ein Rutsch- und Kletterpark verwirklichen lasse.

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Grünspecht in einem Garten unterwegs: Am Hohen Hagen sind die Vögel gesichtet worden.

Quelle: Michels

Dransfeld. „Wir haben der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises vor einem Jahr vorgeschlagen, eine drei Hektar große Ausgleichsfläche auszuweisen“, führt Eilers aus. Dem habe die Behörde jetzt zugestimmt. Das bestätigt der Landkreis auf Tageblatt-Nachfrage und kündigt an, dass ein schriftlicher Bescheid folgen werde. „Wir haben den Investor, der den Rutsch- und Kletterpark bauen will, bereits benachrichtigt“, sagt Eilers.

„Sobald der Bescheid vorliegt, werden wir eine genaue Kostenaufstellung machen“, verspricht der Bürgermeister. Das Areal, auf dem der Park entstehen solle, müsse aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen werden. Dazu sei eine Änderung des Flächennutzungsplans notwendig, die der Kreistag beschließen müsse. Dieses Verfahren koste rund 15.000 Euro. Mit weiteren 15.000 Euro schlage die Aufstellung eines Bebauungsplans zu Buche, die eventuell nötig sein werde. Schließlich müssten auf der geplanten Ausgleichsfläche im alten Basaltsteinbruch Bäume gefällt werden. Damit würde die Fläche für Ameisen attraktiv, von denen sich der seltene Grauspecht ernähre. Was das koste, sei offen.

„Ich bin bereit, mit der Samtgemeinde über eine Aufteilung der Kosten zu sprechen“, erklärt Investor Alexander Fischer gegenüber dem Tageblatt. Für 250.000 bis 300.000 Euro wolle er in der Nähe des Gaußturms drei jeweils elf Meter hohe Klettertürme errichten. Von ihnen führten drei bis vier jeweils 150 bis 400 Meter lange Seilrutschen hinab in den Steinbruch. Zwei feste Stellen würden entstehen. Außerdem werde er sechs bis acht Aushilfen beschäftigen, sagt der Unternehmer, der am Bodensee eine Lasertag-Anlage betreibt.

„Baubeginn wird frühestens 2018 sein“, betont Bürgermeister Eilers. „Solche Verfahren dauern ihre Zeit“, zeigt sich der Investor gelassen. Er würde gerne einen solchen Park einrichten, weil er früher lange in einem Kletterpark gearbeitet habe. Am Bodensee gebe es bereits mehrere.

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