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Radweg wird gebaut

Zwischen Dransfeld und Wellersen Radweg wird gebaut

Die Lücke im Harz-Weser-Heide-Radweg zwischen Dransfeld und Wellersen soll bis Ende Oktober geschlossen werden. Die Bauarbeiten am 3,1 Kilometer langen Betonweg, der parallel zur Bundesstraße 3 verläuft, sollen am Montag, 17. Juli, beginnen. Bereits 2008 waren die Planungen abgeschlossen.

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Quelle: Pförtner/Archiv (Symbolbild)

Dransfeld. „Zunächst entsteht am Ortsausgang von Dransfeld im Bereich der Senator-Zick-Straße eine Querungshilfe“, erläutert Nina Koch. Die Mitarbeiterin des Gandersheimer Geschäftsbereichs der Landesstraßenbaubehörde leitet das Projekt, dessen Baukosten sich auf 500.000 Euro belaufen. Arbeiter würden eine Verkehrsinsel schaffen. Dazu müsse die Straße in Richtung Scheden halbseitig gesperrt werden. Eine Ampel regle den Verkehr.

„Die halbseitige Sperrung wird es während der gesamten Bauzeit jeweils im Bereich der Baustelle geben“, führt Koch aus. Zwar entstehe der 2,25 Meter breite Radweg auf der anderen Seite des Grabens. Doch würden die Baugeräte auf der Straße abgestellt. Neue Feldzufahren mit den nötigen Grabenüberfahrten entstünden. Der Graben, über den der Radweg entwässert werde, erhalte Erdschwellen, damit Regenwasser im steil verlaufenden Gelände nicht zu schnell abfließe.

„Nach der Straßenbiegung Richtung Wellersen im Bereich des Parkplazes verschwenken wir den Radweg auf einen ehemaligen Rückeweg“, sagt Koch. Eine Baumreihe trenne dort den Weg von der Bundesstraße. Am Gut münde der Radweg dann wieder auf den alten Bahndamm, den er in Dransfeld verlassen habe. Der Abschnitt von Wellersen bis Scheden sei bereits 2009 fertiggestellt worden.

„Wir hätten es begrüßt, wenn der Weg auf der gesamten Strecke zwischen Göttingen und Hann. Münden auf dem Bahndamm verlaufen wäre“, kommentiert Klaus Reinsch vom Göttinger Kreisverband des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs. Der landschaftlich schöne Bahndammabschnitt zwischen Dransfeld und Wellersen sei aber im Zuge eines Bahnstreckenneubaus als Ausgleichsfläche im Flächennutzungsplan ausgewiesen worden.

„Nun wird die zweitbeste Lösung verwirklicht“, meint Reinsch. Der Neubau verbessere die bisherige Situation auf dem gut frequentierten Harz-Weser-Heide-Radweg deutlich. Die Ausweichstrecke habe anfangs unterhalb des Hohen Hagens entlang über eine steile, schlecht ausgebaute Piste geführt. Derzeit führe die Alternativstrecke entlang stark befahrener Straßen über Imbsen und Varlosen: ein deutlicher Umweg. Wer auf der B3 selbst fahre, riskiere sein Leben. Den Lückenschluss habe der ADFC wiederholt angemahnt.

Erfreut vom Baubeginn zeigt sich Mathias Eilers (SPD), Dransfelds Samtgemeindebürgermeister. Seit viele Jahre warte die Gemeinde darauf.

Der Bau hatte sich unter anderem verzögert, weil die Realgemeinde Varlosen benötigte Flächen nicht verkaufen wollte. Sie war verärgert, dass ihr die Behörde nicht den gesamten Waldstreifen abnahm. Auch die Androhung einer Enteignung beeindruckte die Realgemeinde nicht. Nach Vermittlung durch den Landkreis lenkte sie dann doch ein.

Durch den Landkreis Göttingen führen fünf Radfernwege: der Weserradweg von Hann. Münden über Bremen nach Cuxhaven, der Werraradweg von Hann. Münden Richtung Eschwege, der Fuldaradweg von Hann. Münden über Kassel bis zur Landesgrenze nach Bayern sowie die Radfernwege Weser-Harz-Heide und Leine-Heide von Heiligenstadt über Göttingen nach Hamburg.

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