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Haushalt für 2018 weist Defizit von 120 000 Euro aus

Friedland Haushalt für 2018 weist Defizit von 120 000 Euro aus

Mit Dämmen, Mauern und Spundwänden will die Gemeinde Friedland den Ort Niedernjesa im Süden und Westen gegen Überschwemmungen der Leine schützen. Die Planungen würden 2018 abgeschlossen, sagte Bürgermeister Andreas Friedrichs (SPD) im Rat. Baubeginn sei 2019.

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Die Gemeinde Friedland schreibt im kommenden Jahr rote Zahlen in Höhe von 120.000 Euro.

Quelle: r

Friedland. Mit Dämmen, Mauern und Spundwänden will die Gemeinde Friedland den Ortsteil Niedernjesa im Süden und Westen gegen Überschwemmungen der Leine schützen. Die notwendigen Planungen würden 2018 abgeschlossen, kündigte Bürgermeister Andreas Friedrichs (SPD) im Rat an. Baubeginn sei 2019.

Zwei Eigentümer von Flächen, die für den Hochwasserschutz benötigt würden, wollten ihre Grundstücke nicht zur Verfügung stellen, erklärte Friedrichs. Der eine lasse sich wahrscheinlich mit mehr Geld umstimmen. Der andere sei „eine härtere Nuss“. Eventuell müsse der Rat aber über die Einleitung einer Zwangsenteignung entscheiden.

„73 Prozent der Kosten für den Hochwasserschutz übernimmt das Land“, betonte der Bürgermeister. Hannover erkenne damit an, dass Niedernjesa deutlich stärker von Überschwemmungen bedroht sei, als das Land es bisher angenommen habe. Das hätten Berechungen des Ingenieurbüros Rinne und Partner ergeben.

Zahl der Bewohner deutlich gesunken

Friedrichs brachte Haushaltssatzung und Haushaltsplan für 2018 einschließlich der mittelfristigen Ergebnis- und Finanzplanung bis 2021 ein. Im kommenden Jahr belaufen sich demnach die ordentlichen Erträge auf 12,1 Millionen Euro. Davon entfallen auf Steuern 5,1 Millionen Euro. Von jedem dieser Steuer-Euro, so Friedrichs, müsse die Gemeinde 42 Cent als Kreisumlage an den Landkreis abführen. Bei den Zuwendungen von 5,8 Millionen machen die Schlüsselzuweisungen des Landes 4,5 Millionen Euro aus. 2017 sind es 6,5 Millionen Euro.

Der Grund für den Rückgang: Die Zahl der Bewohner im Grenzdurchgangslager sei deutlich gesunken, so Friedrichs. Eventuell müsse Friedland sogar einen Teil der diesjährigen Zuweisungen zurückzahlen. Der Bürgermeister machte darauf aufmerksam, dass die Aufwendungen für die Kreisumlage nicht in gleichem Umfang wie die Erträge aus dem Finanzausgleich sinken würden. Gemäß Finanzplanung überstiegen sie diese 2021 sogar um 985 000 Euro.

Den Erträgen stehen 2018 ordentliche Aufwendungen in Höhe von 12,2 Millionen Euro gegenüber. Damit schreibt die Gemeinde im kommenden Jahr rote Zahlen in Höhe von 120 000 Euro.

Von Michael Caspar

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