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Krippenspiel einmal anders

Plattdeutsche Freunde in Groß Schneen Krippenspiel einmal anders

Die Weihnachtsgeschichte einmal anders - nämlich auf ostfälischem Platt - haben die plattdeutschen Freunde aus Groß Schneen, Klein Schneen und Friedland am Dienstagabend aufgeführt. Rund 100 Gäste kamen zur Aufführung des Stücks in die Kirche in Groß Schneen.

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Quelle: Hinzmann

Groß Schneen. „Et bejaw sekk tau de Tiet, datt aane Anordnunge von dem Kaiser Aujustus uutjing“. Erzähler Rolf Gruschinski leitete die Geschichte mit den ersten Bibel-Zeilen über die Geburt Jesu auf Plattdeutsch ein. Weitere Sprecherpassagen präsentierte er auf Hochdeutsch. Kurz nach dem Glockenschlag um 18 Uhr begann die Aufführung des von Christian Lange geschriebenen Stücks. Die Regie übernahm Angelika Gießke.

Esel und Ochse am Altar

Nach und nach kamen die Schauspieler vom hinteren Bereich der Kirche in den vorderen vor dem Altar, der dem Ensemble als Bühne diente. Gespannt sah das Publikum dem Schauspiel zu. Viele Zuschauer lachten oft während des witzig inszenierten Krippenspiels mit selbst gemachten Requisiten. Dazu gehörten auch Esel und Ochse, die der ehemalige Tageblatt-Mitarbeiter Dieter Gießke angefertigt hatte.

Besonders gut kam die Rolle des entnervten Herbergsvaters, der an diesem Abend einfach nicht zur Ruhe kommt, an. Begeistert war das Publikum auch von der Darbietung der acht Kinder von der Grundschule Friedland und der Veeh-Harfen-Spielerinnen um Angelika Gießke, die während des Stücks ihre Musik präsentierten. Die Kinder sangen mehrere Lieder auf Plattdeutsch, die sie mit Gießke und Godi Hesse während einer Plattdeutsch-AG in der Schule geübt hatten. Die Harfinistinnen begleiteten sie größtenteils auf ihren Instrumenten.

Lautstarker Applaus und kleine Geschenke

Den Abschluss bildete das Weihnachtslied „Stille Nacht, hielije Nacht“, das alle Beteiligten gemeinsam vor dem Altar sangen. Das Publikum honorierte die Vorstellung mit lautstarkem Applaus. Im Anschluss gab es für jeden der Akteure ein kleines Geschenk als Dank. Pastorin Christine Wackenroder bedankte sich beim Ensemble und den Musikern für „die gelungene Vorstellung“.

Die „Natürlichkeit“ des Amateur-Schauspiels habe ihm sehr gefallen, sagte der Orstbürgermeister von Groß Schneen, Heinrich Harriehausen (CDU). „Alle haben das großartig gemacht. Jung und Alt waren gemeinsam auf einer Bühne“, erklärte er. Die Aufführung auf Platt sei etwas Besonderes. Eine weitere Vorstellung gibt es am Sonnabend, 17. Dezember, um 18 Uhr in der Kirche in Klein Schneen.

Von Alisa Altrock

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