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Museum Friedland zeigt Bilder von Gulag-Überlebendem

Ausstellung Museum Friedland zeigt Bilder von Gulag-Überlebendem

Malereien des Gulag-Überlebenden Hermann Günther aus Jühnde sind ab Freitag, 24. November, im Museum Friedland zu sehen. In den großformatigen Bildern geht es um Günthers Erlebnisse in sowjetischer Kriegsgefangenschaft.

Bild aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft von Herrmann Günther (gest. 1995) aus Jühnde.

Quelle: r

Friedland. Die Bilder griffen alltägliche Situationen des Lagerlebens auf, erklärte der wissenschaftliche Leiter des Museums, Steffen Wiegmann. Obwohl dieses durch Härte und Entbehrungen gekennzeichnet gewesen sei, zeige die Bildsprache des Malers „leisen Humor“. Der Schrecken werde eher in Details angedeutet.

Als Gulag wird das Netz von Straf-, Arbeits- und Gefangenenlagern in der Sowjetunion unter dem Diktator Stalin bezeichnet. Bis zu 20 Millionen Menschen sollen dort zwischen 1930 und 1953 inhaftiert gewesen sein. Viele von ihnen starben an Unterernährung, an Erschöpfung, durch Erfrieren, an Krankheiten und sowie an den Folgen drakonischer Strafen.

Hermann Günther kam 1949 über das Grenzdurchgangslager Friedland aus der Gefangenschaft nach Hause. Er lebte in Jühnde im Landkreis Göttingen und starb 1995. Seine Bilder wurden dem Museum Friedland als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt. Das Museum dokumentiert in einer Dauerausstellung die wechselvolle Geschichte des Lagers bei Göttingen. Am Mittwoch, 29. November, wird dort der Dokumentarfilm „Die letzten Zeugen des Gulag“ von Dean Caceres und Lars Henze um 18.30 Uhr gezeigt.

Von lnb

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