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Nicht vor 2019 fertig

Neubau der Sporthalle in Groß Schneen Nicht vor 2019 fertig

Seit August 2015 ist die Sporthalle des Landkreises in Groß Schneen nicht nutzbar. Damals stand die Halle nach einem schweren Unwetter unter Wasser. Ein Neubau wurde notwendig. Eigentlich sollten die Arbeiten für die Dreifelder-Halle in den jetzigen Sommerferien beginnen, doch der Baubeginn verschiebt sich.

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Quelle: Archiv

Friedland. "Der Beginn des Rohbaus der Sporthalle verzögert sich, weil die bundesweite öffentliche Ausschreibung der Rohbauarbeiten kein Ergebnis gebracht hat“, erklärt Andrea Riedel-Elsner, Pressesprecherin des Landkreises. Denn bis zum Ende des Ausschreibungszeitraums seien beim Landkreis keine Angebote eingegangen. „Daraufhin hat es sofort ein erneuertes Ausschreibungsverfahren gegeben“, berichtet Riedel-Elsner. Hier seien wenige Angebote eingegangen, die gerade vom beauftragten Architekturbüro überprüft würden. Als weiteres Problem bei den eingegangen Angeboten könne sich der derzeitige Trend der hohen Preise im Handwerk ergeben. Auch wenn bislang noch nicht feststehe, wie die Angebote genau aussehen, sei dies wahrscheinlich. „Doch um verlässliche Aussagen zur Preissteigerung machen, zu können müssen wir das Wertungsergebnis der vorliegenden Angebote abwarten“, erklärt die Pressesprecherin. Geplant war der Neubau mit etwa 5,8 Millionen Euro. Das aber dürfte nicht reichen. Die Bauarbeiten für die neue Halle sollen nach jetzigem Stand im Herbst beginnen. „Die Fertigstellung der Dreifeldsporthalle wird sich daher aufgrund des Zeitverzuges durch das neue Vergabeverfahren voraussichtlich bis Ende Januar 2019 verzögern“, sagt Riedel-Elsner.

Die Verzögerung bedeutet, dass der Schulsport der Groß Schneer Carl-Friedrich-Gauß-Schule noch länger anderswo organisiert werden muss. „Derzeit absolvieren unsere Schüler die Sportstunden in den Hallen in Rosdorf und Reinhausen“, sagt Schulleiter Jens Haepe. Es gebe zudem auch einen Busshuttle, der die Schüler zum jeweiligen Ort fahre. „Es ist zwar ein logistischer Aufwand, aber es geht. Und wir werden mit der Situation jetzt erst mal weiter zurechtkommen müssen“, erklärt Haepe. Er sagt aber auch, dass es mit eigener Halle wieder einfacher werde, die Stunden zu planen. „Aber wir haben Glück, dass die Gemeinden Rosdorf und Gleichen uns Hallenkapazitäten zur Verfügung stellen. Die Zusammenarbeit funktioniert in diesem Bereich gut“, sagt der Schulleiter. Dennoch hoffe er, dass die Halle in Groß Schneen schnellstmöglich fertig wird. Er sieht aber ebenfalls das Problem, dass es derzeit für die Kommunen schwierig sei, Firmen zu bekommen. „Dies ist ebenso ärgerlich, wie die Tatsache, dass wir über längere Zeit keine eigene Halle haben“, sagt Haepe.  

Ebenso von der fehlenden Halle betroffen sind die Sportvereine, insbesondere der TSV 08 Groß Schneen. „Bei uns fällt dadurch einiges an Sportangeboten weg“, berichtet der Vorsitzende Herbert Elsner. Dadurch habe es auch bereits Mitgliederverluste gegeben. „Im Jugendbereich können wir aber noch Zuwachs verzeichnen“, sagt Elsner.

Friedlands Gemeindebürgermeister Andreas Friedrichs (SPD) bedauert, dass die Halle seit dem Starkregen nicht mehr genutzt werden kann. Denn der zeitliche Wegfall sei ein Verlust für die Vereine. Die jetzigen Bauverzögerungen seien zwar nicht optimal, aber aufgrund der hohen Angebotspreise kein Verschulden des Landkreises.  Er hofft aber, dass der Landkreis den Friedländer Vereinen die neue Halle dann ebenso wie die Alte kostenfrei zur Verfügung stellt. "Deshalb freuen wir uns, wenn unsere Vereine und die Schüler dann nach der Fertigstellung in der neuen Halle Sport treiben können“, sagt Friedrichs. ve

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