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Verkehrskontrolle mal anders

Reiffenhäuser Kinderfeuerwehr Verkehrskontrolle mal anders

Kinder mit aufgeregt strahlenden Gesichtern haben Autofahrer am Mittwoch bei einer Verkehrskontrolle in Reiffenhausen empfangen. Die Mitglieder der örtlichen Kinderfeuerwehr hatten sich für die Aktion mit der Polizei zusammengetan - und dabei einiges über Verkehrssicherheit gelernt.

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Die Autofahrer werden mit selbstgebackenen Feuerwehr-Plätzchen belohnt.

Quelle: Harald Wenzel

Reiffenhausen. Schrecksekunde im Feierabendverkehr: Auf einmal schwenkt der Polizeibeamte die Kelle. Anhalten, Fensterscheibe runterkurbeln - und als erstes fuchteln Nachwuchsfeuerwehrleute mit ihren „Kinderpolizeiausweisen“ vorm Fahrer herum. Sie stellen sich als Martin und Lahja vor und fragen, angeleitet von Polizist Martin Wilhelm, alles ab, was zu einer Verkehrskontrolle gehört.

Ähnlich erging es am Mittwoch-Abend insgesamt 18 Autofahrern an der Reiffenhäuser Ortseinfahrt. Denn im Zuge ihrer Beschäftigung mit der Arbeit anderer Dienste stand für die Kinderfeuerwehr Reiffenhausen zuletzt die Polizei auf der Tagesordnung. Die gemeinsame Verkehrskontrolle sei „das große Finale“, erklärte Thomas Knörgen von der Jugendfeuerwehr.

Dass der Nachwuchs nach Knörgens Worten „Feuer und Flamme“ für die Aktion war, war kaum zu übersehen: Fast gab es Streit darum, wer den nächsten Fahrer kontrollieren darf. Und auch bei der Geschwindigkeitsmessung herrschte Andrang, denn Raser innerorts kennen die Kinder von ihrem Schulweg. Elisa, Cara und Alena avancierten deshalb in kurzer Zeit zu Expertinnen bei der Laser-gestützten Geschwindigkeitsmessung, doch immer wieder hieß es seitens des betreuenden Beamten „genau so schnell, wie erlaubt“.

Während es Knörging auch darum ging, die Kinder mit vergleichbaren Aktionen für die Feuerwehrarbeit generell zu begeistern, stand für Tobias Schönwälder von der Groß Schneer Polizei die Verkehrserziehung im Vordergrund: Demnächst kämen die Kinder schließlich in ein Alter, wo sie alleine Fahrrad fahren - da sei es jetzt schon angemessen, über die Gefahren vom Handy am Steuer und oder Fahren unter Alkoholeinfluss aufzuklären.

Letztgenanntes hatten auch Martin und Lahja im Visier, als sie auf Zehenspitzen versuchten, bei einem Fahrer eine mögliche Alkoholfahne zu entdecken. Am Ende war alles gut, auch wenn das Führerscheinfoto für skeptische Blicke der Sieben- und Achtjährigen sorgte. Sie wünschten trotzdem eine gute Weiterfahrt, zur Belohnung gab es außerdem eine Packung selbst gebackener Kekse für den Fahrer - schließlich gehe es auch darum, eine Verkehrskontrolle mal anders zu präsentieren, erklärte Polizist Schönwälder.

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