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Gebrochenes Licht und eine dicke Brille vom Junior-Lab

Studenten und Grundschüler experimentieren Gebrochenes Licht und eine dicke Brille vom Junior-Lab

Licht, Linse, Fokuspunkt - und viel Spaß mit der dicken Brille des Referenten: Spielerisch, aber doch professionell forschend haben die Viertklässler der Grundschule Friedland in zwei Stunden die Grundzüge der Optik gelernt. Erstmals hatten sie Besuch vom Leibniz Junior-Lab aus Hannover.

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Gebrochenes Licht: In Friedland erforschten Grundschüler gemeinsam mit Studenten die Grundzüge der Optik.

Quelle: Christoph Mischke

Friedland. Vorsichtig schiebt Thees (9) die nach außen gewölbte Linse vor die schwarze Lampe auf dem Tisch. Es ist dunkel im Klassenraum, nur die feinen parallel verlaufenden Lichtstrahlen aus den Geräten auf den Tischen erleuchten den Raum. Kaum schiebt Thees die Linse davor, ändern sie ihre Richtung - und bilden auf dem Bauch von Henriette (9) einen Punkt. Die Gruppe ist begeistert und schiebt die Linse vor und zurück.

Es ist nur eines von mehreren Experimenten. Zwischendurch erklärt Kai Schinke vorne an der Leinwand leicht verständlich, was es mit Lichtbrechung, -streuung und Fokuspunkt auf sich hat und landet am Ende bei einer Skizze des menschlichen Auges.

Schinke ist Student und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz Junior-Lab der Universität Hannover. Ziel der Einrichtung sei es, schon Grundschulkinder in der 4. Klasse an Naturwissenschaften und Technik heranzuführen, erklärte er. Am besten gelinge dies durch selbst ausgeführte Experimente.

Die Friedländer Kinder lassen sich heranführen - und begeistern. „Toll, dass wir das selbst ausprobieren können“, sagt Henriette. „Echt spannend, was da passiert“, ergänzt Thees, auch wenn die offenbar schwache Brille von Emil (10) die Strahlen nur ein wenig bricht. Schinkes tut es umso mehr - und die Kinder erkennen schnell, dass er extrem weitsichtig ist.

Das Junior-Lab ist vorwiegend im Raum Hannover unterwegs, der Besuch in Friedland eine Ausnahme. Und es sei „unglaublich, wie schnell die Kinder hier die Experimente erfassen“, sagt Schinkes Begleiterin Fiene Daniel.

Die Unterrichtseinheit mit dem Leibniz Junior-Lab passe perfekt in das Mint-Konzept der Schule, so die ehemalige Schulleiterin und Organisatorin des Projektes, Inge Pfitzner. Mint stehe für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Unter anderem mit einer Mathe-Werkstatt, mit der regelmäßigen Teilnahme an Roboter-Wettbewerben und an der Ideen Expo in Hannover versuche die Schule, ihre Kinder frühzeitig an Naturwissenschaften heranzuführen. Auch eine Streuobstwiese, ein Bienen- und ein Fledermausprojekt seien Elemente dieses Profils.us

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