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Use Kermesse mit gelungenem Frühstück

Groß Schneen Use Kermesse mit gelungenem Frühstück

Die traditionellen Kirmes-Feierlichkeiten in Groß Schneen, liebevoll „Use Kermesse“ genannt, machten mit ihrem Frühstück wieder einmal deutlich, dass sie in Sachen Stimmung in Südniedersachsen ganz weit vorne liegt.

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Quelle: Frank Beckenbach

Groß Schneen. Die ersten Gäste standen vor acht Uhr vor dem geschlossenen Zeit, um die besten Plätze zu ergattern, wusste der stellvertretende Vorsitzende des Kirmesvorstandes, Christian Hofmeister, zu berichten. Um 9 Uhr öffnete das Zelt und um zehn Uhr gab es eine Lautsprecherdurchsage des Kirmesvorstandes, der im Urlaub weilte. Die Iberg-Musikanten spielten auf und die gutgelaunten Groß Schneer und ihre Gäste schunkelten und sangen „Wir kommen alle in den Himmel“. Erste offizielle Handlung war der Bieranstich. Kirmes-König Uwe Funke erledigte dies mit Bravour. Nach vier entspannten Schlägen saß der Hahn und der Gerstensaft floss.

Urlaub. Der Kirmesvorstand machte frei, deshalb die Lautsprecheransage, die glücklicherweise nur ein dramaturgisches Element der vom künstlerischen Leiter Christian Lange und den Vorstandsmitgliedern Marie Schügl und Alexandra Bachmann geplanten Show war. Schügl und Bachmann, ganz auf Urlaub getrimmt, sie eröffneten das Programm. Aber zu Hause ist es doch am Schönsten: „Wenn ihr Euch den Canale Grande ansehen wollt, dann müsst ihr nur zur Carl-Friedrich-Gauss-Schule gehen“, ulkte Bauchmann und betonte ihre „erotische Schwungmasse“. Und der Gemeindebürgermeister, der könne ganz gefahrlos in die Türkei reisen, denn „die nehmen da nicht jeden.“ Kleine Spitzen machten das Frühstück zur unterhaltsamen Angelegenheit. „Wenn wir Groß Schneen umbenennen, dann in Harriehausen“ – Heinrich Harriehausen ist der Groß Schneer-Ortsbürgermeister. „Geht nicht, gibt es schon bei Bad Gandersheim“, auch Werner Hübner und Langer verbreiteten viel Frohsinn. „Was ist die Gemeinsamkeit zwischen Göttingen und Groß Schneen? Der Stadthallenumbau dauert ebenso lange wie der Turnhallenneubau...“

Franziska Voß vom Kirmesvorstand war glücklich und zog ein positives Fazit. „Wir hatten tolles Wetter, einen tollen Umzug mit vielen Teilnehmern, das Zelt war immer voll und unsere neue Kirmes-Revue und auch die Rock-Nacht sind gut angekommen.“ Der Vorstand wird demnächst in Klausur gehen und die 314. Kirmes für 2018 planen – natürlich rund um das zweite Wochenende im September. Friedlands Gemeindebürgermeister Andreas Friedrichs war voll des Lobes: „Einfach Klasse, wie die das immer wieder auf die Reihe bekommen.“

Gegen Mittag endete das Bühnenprogramm, einige der Gäste durften danach noch arbeiten. Die Iberg-Musikanten, fester Bestandteil der Kirmes in Groß Schneen, spielten weiter. Um 17.30 Uhr marschierten die Kirmesschaffer mit der Fahne aus und gaben sie dem Ortsbürgermeister in Obhut. Mit den „El Trinkos“ wurde dann im Festzelt der Kirmesausklang gefeiert und vielleicht schon die Vorfreude auf 2018 geweckt. „Für unsere fünfte Jahreszeit“, sagte Schügl.

Von Frank Beckenbach

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